PR-Bericht
20. Dezember 2020, 12:05

Gemeinsam durch die Krise

Isabell (links) und Janina (rechts) stehen in ihrem Salon in der Reichsstraße. Bild: Matthias Stark
Die Zwillingsschwestern Janina und Isabel haben Anfang 2020 das Friseurunternehmen Zeitlmann und damit die Verantwortung für rund 60 Mitarbeiter übernommen. Wie sie mit der Ausnahmesituation klargekommen sind.

Das Gespräch haben wir vor einer Woche im Salon in der Reichsstraße geführt. Damals war der Laden noch geöffnet, nach dem Lockdown ist er nun geschlossen. Beim Betreten fiel sofort auf: Die Mitarbeiterinnen tragen Masken, nur jeder zweite Platz ist besetzt. Die neue Normalität hat überall Einzug gehalten, auch in den Köpfen der Menschen. „Wir sind jetzt seit 13 Jahren im Beruf, aber so ein verrücktes Jahr haben wir noch nie erlebt“, erzählt Isabel Zeitlmann beim Interviewtermin. „Dank unserer hochmotivierten und engagierten Mitarbeiter meistern wir diese außergewöhnliche Situation“, so Janina Zeitlmann weiter. „Mit einer positiven Einstellung und viel Leidenschaft für den Beruf schaffen wir das im Team.

Volles Verständnis der Kunden

Bedanken möchten sich beide auch bei ihren Kunden. „Trotz der vielen Auflagen kommen unsere Kunden zu uns und bleiben uns treu. Und dazu gibt es viele schöne Geschichten. So hat uns ein Kunde einmal doppelt bezahlt, weil er einen Besuch aussetzen musste und die Schuld ja nicht bei uns lag. Das ist eine tolle Anerkennung“, schildert Isabel Zeitlmann die Anekdote. Und auch Janina kann aus dem Alltag berichten. „Teilweise gehen wir am Ende des Haarschnitts mit unseren Kunden nach draußen. Und dann bedanken sich diese mit einem strahlenden Lächeln für den Haarschnitt, der ohne Maske natürlich viel besser zur Geltung kommt“. Des Weiteren haben die beiden investiert: Jetzt sind alle Geschäfte mit Klimaanlagen ausgestattet, damit die Luft in den Salons für Kunden und Mitarbeiter angenehmer ist.

Aus- und Weiterbildung bleibt Standard

Trotz der Auswirkungen der Pandemie bleiben beide ihrem Anspruch treu, weiter auszubilden und auch alle Mitarbeiter weiter zu bilden. In diesem Jahr haben drei neue Azubis im Unternehmen eine Ausbildung begonnen. Insgesamt sind momentan siebzehn Auszubildende beschäftigt. „Uns ist eine gute Ausbildung sehr wichtig und daran halten wir auch fest“, macht Isabel deutlich und ihre Schwester stimmt ihr zu. „Das gilt auch für die Weiterbildung unserer Mitarbeiter. Hier arbeiten wir eng mit unserem Industriepartner L’Oréal zusammen. Die Fortbildungen laufen nun digital über Webinare ab und funktionieren tadellos“.

Die Innungsbeste, Ramona Schuster, kam auch in diesem Jahr wieder aus dem Friseurunternehmen Zeitlmann. Sie wurde zwischenzeitlich auch als die Beste in ganz Schwaben ausgezeichnet. Lisa Hänsel war die Innungsbeste beim ersten Teil der Gesellenprüfung im zweiten Lehrjahr.

Plötzlich ist jetzt alles anders - Lockdown!

Am Mittwoch gab es ein weiteres Telefonat zwischen unserer Redaktion und den Zeitlmanns. "Wir hatten eigentlich schon die leise Hoffnung, dass wir weiterarbeiten dürfen", so Janina und Isabel Zeitlmann einstimmig. "Am Sonntag hatten wir den ganzen Tag unsere Kunden verständigt, am Montag und Dienstag dann gearbeitet bis zum Umfallen. Aber in zwei Tagen können wir nicht das ganze Weihnachtsgeschäft vorziehen. Jetzt sind alle Geschäfte geschlossen. Trotz allem schauen wir zuversichtlich in die Zukunft. Wir haben großartige Kunden, tolle Mitarbeiter und den besten Beruf der Welt. Wir hoffen, dass wir bald wieder für unsere Kunden da sein können."