17. Oktober 2018, 16:07

In Donauwörth wird bald an "Big Data" geforscht

Kloster Heilig Kreuz Bild: DRA
Im ehemaligen Internat Heilig-Kreuz entsteht ein Ableger der Hochschule Augsburg. Studenten, Wissenschaftler und Unternehmen werden sich dort mit neuesten Technologien der Datenanalyse beschäftigen. 
Donauwörth - Die Hochschule Augsburg möchte verstärkt auch im ländlichen Raum mit Außenstellen vertreten sein und hat in Donauwörth nun einen Standort für ein sogenanntes Technologietransferzentrum (TTZ) gefunden. Schon im kommenden Jahr sollen zwei Professoren und weitere elf Wissenschaftliche Mitarbeiter ihre Forschungstätigkeit in Donauwörth aufnehmen. Gemeinsam mit Studenten der Hochschule Augsburg und Fachleuten aus Unternehmen arbeiten sie am TTZ an neuen Technologien der Datenanalyse, und Datenspeicherung. Mit über 20 Firmen im näheren und weiteren Umkreis  Donauwörths  wolle die Hochschule künftig am TTZ kooperieren, so der Hochschulpräsident Prof. Gordon Rohrmaier.
Das Bild zeigt von links Prof. Dominik Merli, MdL Wolfgang Fackler, Armin Neudert, Prof. Gordon Rohrmaier, Stefan Rößle und Prof. Bjorn Häckl. Bild: Mara Kutzner
Neudert: "Bites, Bytes und Barock" in Donauwörth 
Dass sich mit dem TTZ die Augsburger Hochschule in Donauwörth ansiedelt sei ein "Meilenstein für den Bildungsstandort Donauwörth", so Oberbürgermeister Armin Neudert. Er hat auf Anfrage von Rohrmaier die Stadt beauftragt, geeignete Räumlichkeiten zu finden. Die Wahl fiel schließlich auf Räume im ehemaligen Internat Heilig-Kreuz, denn das Gebäude ist zu Fuß von der Innenstadt und dem Bahnhof zu erreichen und an den ÖPNV angebunden. Die Hochschule wird eine Etage mit 500 Quadratmetern im barocken Gebäude nutzen. Mit dem Eigentümer der Räumlichkeiten, der Pädagogische Stiftung, sind erste Vorabsprachen erfolgt, der Stiftungsrat ist über die geplante Vermietung bereits informiert.
Finanzielle Unterstützung vom Freistaat
Landkreis und Stadt bekommen in den ersten fünf Jahren, also von 2019 bis 2024, mit 6 Millionen Euro zu unterstützen. Die Kosten für Miete und Betriebskosten müssten Kreis und Stadt in diesem Zeitraum nur zur Hälfte tragen. Im nächsten Schritt entscheidet der Bayerische Landtag über das Projekt. Die Mittel dafür sind im Doppelhaushalt 2019/2020 bereits angemeldet, müssen aber im Haushaltsausschuss noch bewilligt werden. "Ich werde im Landtag selbstverständlich dafür werben", so MdL Wolfgang Fackler. Er sichert auch zu, dass Projekte wie dieses in einen Koalitionsvertrag aufgenommen werden.