Seit 01. Januar führt Prof. Dr. Joachim Grzega die Volkshochschule als neuer Geschäftsführer und hat das Amt von Gudrun Reißer übernommen. Auf Vorstand Paul Soldner folgt nun Achim Frank, der bisher 2. Vorstand war. Doch im Fokus der Veranstaltung am Freitagabend stand die Verabschiedung der bisherigen Führungsriege.
„Es ist Würdigung und Anerkennung einer 15-jährigen Tätigkeit für die Volkshochchule,“ so Achim Frank bei seiner ersten Rede. „Sie führten die Volkshochschule äußerst erfolgreich. Das zeigt auch die positive Entwicklung der letzten Jahre. Der Neubau des VHS-Gebäudes, die Übernahme der Yogaschule und das Wachstum des VHS-Haushalts.“
Oberbürgermeister Jürgen Sorré ist aktuell Kuratoriumsvorsitzender und zugleich Vermieter des Forums für Bildung und Energie. „2011 kam Gudrun Reißer als Geschäftsführerin, 2012 Paul Soldner als Vorstand. Das wurde ein perfektes Duo. Gemeinsam mit dem Neubau im Spindeltal haben sie dem Gebäude Leben eingehaucht. Für die VHS war das ein absoluter Glücksfall. Sie haben Bildung nicht nur organisiert, sondern erlebbar gemacht.“ Oberbürgermeister Sorré lobte darüber hinaus den großen persönlichen Einsatz der Beiden. Sei es bei europäischer Bildung, Radtouren, geschichtliche Vorträge oder auch der Nachhaltigkeit. „Ihr Wirken war Vielseitig und inspirierend. Sie haben Spuren hinterlassen. Dafür sagen wir vielen herzlichen Dank. Professor Joachim Grzega und Achim Frank wünschen wir alles Gute.“
Zwischen den Grußworten moderierte der neue Geschäftsführer Joachim Grzega - und unterhielt mit Liedern und Einlagen. „Wir waren überzeugt, als wir Sie für diesen Posten ausgewählt haben,“ so Landrat Stefan Rößle. „Aber dass wir so eine Rakete bekommen haben, habe ich nicht erwartet.“ Danach ging er auf die Geschichte der Volkshochschulen ein - die ersten entstanden in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg. Dann lobte er die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der VHS Donauwörth. „Aufgrund der guten Arbeit und der Bedeutung der Erwachsenenbildung erhöht der Landkreis die Förderung um 30.000 Euro pro Jahr. Das war noch ein Antrag, den Sie Frau Reißer geschrieben haben. Und mit Herrn Soldner hatten Sie einen guten Partner als 1. Vorsitzenden, der mit Ihnen die VHS langfristig sehr gut aufgestellt hatten.
Auch der ehemalige Bürgermeister der Stadt Donauwörth, Jörg Fischer, verabschiedete das bisherige Führungsduo. „Gudrun Reißer trat mit dem Ziel an, die jahrzehntelange Arbeit zu erhalten und stets neues zu finden. Unterstützung fand Sie bei Paul Soldner, der eigene Ideen einbrachte und mit eigenen Vorträgen das Wirken der VHS ganz persönlich verinnerlichte. Gemeinsam haben wir gerade in der Flüchtlingskrise viel gemeinsam geleistet. Und mit dem Demokratieführerschein haben wir ein ganz wichtiges Projekt geschaffen.“ Fischer lobte die Bildung als Basis einer sozialen, humanen und engagierten Bevölkerung. „Danke für dieses Engagement, dass Sie mit viel Herzblut geleistet haben.“
Auch Dr. Christian Hörmann, Vorsitzender des Bayerischen Volkshochschulverbands, was nach Donauwörth gekommen um das Donauwörther VHS-Duo zu verabschieden. „Entstanden sind die Volkshochschulen in Wohnzimmern. Und in Donauwörth sieht man, wohin sich Volkshochschulen entwickeln können. Der ehrenamtliche Vorstand ist auf ein kompetentes hauptamtliches Team angewiesen. Das ist in Donauwörth der Fall gewesen“, so Hörmann. Für das ehrenamtliche Engagement wurde Paul Soldner mit der goldenen Ehrennadel ausgezeichnet.
Dann wurde Gudrun Reißer das Mikrofon übergeben. Sie bedankte sich bei viele Personen - besonders jedoch bei Paul Soldner. „Den wir haben gemeinsam beschlossen die VHS zu übernehmen. Alleine hätten wir das nicht geschafft. Und die einzige Zeit, in der wir nicht von der VHS gesprochen haben, war am Sonntagvormittag - und meistens haben wir das auch nicht geschafft.“ Paul Soldner hielt die letzte Rede des Abends. Auch er bedankte sich - und betonte die Bedeutung der Erwachsenenbildung, die im Grundgesetz verankert ist. „Last but not least - ein aufrichtiges Dankeschön und viel Erfolg an Prof. Joachim Grezga.“