Am 04.06.2026, im Zeitraum zwischen 10:45 Uhr und 11:45 Uhr, kam es bei einer Familie im Raum Donauwörth zu gleich zwei sogenannten „Schockanrufen“. Ein bislang unbekannter männlicher Täter gab sich am Telefon als Arzt aus und täuschte vor, dass die Tochter der Familie einen schweren Unfall erlitten habe und im Krankenhaus liege. Der Anrufer bot an, das Gespräch direkt an die Tochter weiterzureichen.
Die Angerufenen – ein Mitte 60-jähriger Mann und eine 90-jährige Frau - erkannten den Betrugsversuch jedoch sofort und legten bei beiden Anrufen umgehend auf. Im Rahmen der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Betrüger mutmaßlich gezielt vorgingen: Der Vater der Familie war erst wenige Tage zuvor verstorben. Die Täter suchten offenbar im Telefonbuch nach entsprechenden Adressen, um die emotionale Ausnahmesituation nach einem Trauerfall auszunutzen. Ein Vermögensschaden entstand nicht. Die Donauwörther Beamten leiteten strafrechtliche Ermittlungen ein.
Polizei rät allgemein:
- Bei Schockanrufen immer skeptisch bleiben, keinerlei Daten herausgeben, sofort auflegen und die angeblich erkrankten oder verletzten Angehörigen kontaktieren.
- Im Zweifel 110 wählen.
- Sich nicht auf angeblich weitergeleitete Stimmen der Anrufer verlassen: Vermeintliche Stimmen von Angehörigen wurden in der Vergangenheit bereits mittels KI (künstlicher Intelligenz) generiert und am Telefon vorgespielt. (dra)