Ein 60-jähriger Mann aus dem Zuständigkeitsbereich der Polizei Donauwörth ist Opfer einer weiteren Betrugsmasche im Zusammenhang mit einer angeblichen Rückholung bereits verlorener Geldanlagen geworden. Der Geschädigte hatte bereits zuvor einen hohen Geldbetrag durch einen Anlagebetrug verloren. Auf der Suche nach Unterstützung stieß er im Internet auf eine vermeintliche Plattform für Online-Rechtsberatung. Nach Abschluss einer Mitgliedschaft wurde ihm die Hilfe einer angeblichen Anwaltsgruppe zugesichert.
Im weiteren Verlauf kommunizierten die Täter ausschließlich über einen Messengerdienst. Der Geschädigte wurde unter anderem dazu aufgefordert, ein Ausweisdokument zu übermitteln sowie eine Software auf seinem Computer zu installieren. Dadurch verschafften sich die Täter Zugriff auf sein Online-Banking und veranlassten mehrere Überweisungen in Höhe von insgesamt rund 28.000 Euro auf verschiedene Konten im In- und Ausland.
Unter dem Vorwand, die zuvor verlorenen Gelder zurückzuholen, forderten die Täter den Geschädigten wiederholt zu weiteren Zahlungen auf. Als dieser die Forderungen nicht mehr erfüllte, brach der Kontakt vollständig ab. Insgesamt entstand dem Mann ein erheblicher Vermögensschaden.
Polizei warnt vor dieserBetrugsmasche
Die Polizei Rain warnt eindringlich vor sogenannten "Recovery Scams". Betrüger sprechen gezielt Personen an, die bereits Opfer eines Anlage- oder Internetbetrugs geworden sind. Sie geben sich als Rechtsanwälte, Finanzdienstleister oder Behördenvertreter aus und versprechen, verlorenes Geld zurückzuholen. Hierfür verlangen sie jedoch zunächst Gebühren oder verschaffen sich unter verschiedenen Vorwänden Zugriff auf Computer oder Bankkonten. (dra)