10. November 2020, 09:57

Falsches Attest um Maskenpflicht zu umgehen

Symbolbild: Einkauf mit Mund-Nase-Bedeckung Bild: pixabay
Ein 30-jähriger Donauwörther war ohne Mund-Nase-Bedeckung ein einem Supermarkt unterwegs. Sein Attest, dass ihn vom Tragen der Maske befreien sollte, war allerdings gefälscht. Sowohl gegen den ausstellenden Arzt, als auch gegen den Mann, laufen nun Ermittlungen.

Ein 30-jähriger Donauwörther kaufte am Montagvormittag bei einem örtlichen Discounter ein, ohne jedwede vorgeschriebene Mund- und Nasenbedeckung zu tragen. Nachdem Zeugen darauf aufmerksam wurden, zeigte der Mann der Marktleitung eine Kopie eines angeblichen ärztlichen Attestes, das ihn aus besonderen gesundheitlichen Gründen vom Tragen einer Alltagsmaske befreien sollte. Dabei handelte es sich jedoch allem Anschein nach um kein gültiges.

Einer verständigten Polizeistreife der Polizeiinspektion Donauwörth gegenüber gab der 30-Jährige an, dass er die Bescheinigung für einen geringen zweistelligen Betrag im Internet erworben habe. Eine persönliche Vorstellung bei einem Arzt sei nicht erfolgt. Vielmehr war es zur Erlangung ausreichend, ein Online-Formular mit seinen persönlichen Daten zu befüllen. Im Rahmen der Ermittlungen wurde weiter bekannt, dass der ausstellende Mediziner aus einem angrenzenden Nachbarland bereits seine ärztliche Zulassung aufgrund des Ausstellens unrichtiger Gesundheitszeugnisse verloren hat. Sowohl gegen den Arzt als auch gegen den Maskenverweigerer laufen nun Ermittlungsverfahren bei der Donauwörther Polizei. (pm)