30. Dezember 2020, 11:18

Hohe Zahl an Online-Betrügereien

Symbolbild Bild: Diana Hahn
Aus gegebenen Anlässen weist die PI Donauwörth erneut darauf hin, dass bei Online-Käufen generelle Vorsicht im Zusammenhang mit Vorkasseleistungen zu beachten ist. Im Zuständigkeitsbereich ist weiterhin eine hohe Zahl von entsprechenden Anzeigen zu verzeichnen.

Ein 45-jähriger Monheimer beispielsweise teilte den Beamten gestern mit, dass er über das Portal Ebay-Kleinanzeigen von privat einen echten Goldbarren für 480 Euro erworben hatte. Nach einer Vorabüberweisung auf ein deutsches Bankkonto erhielt der Mann tatsächlich ein Paket - dieses war jedoch leer.

Eine 28-Jährige aus einer Juragemeinde wollte trotz fehlendem Marktangebot eine ausverkaufte Playstation 5-Konsole erwerben und fiel auf einen Facebook-Marketplace-Verkäufer herein. Diesem überwies die Frau im Voraus in drei Tranchen über einen anonymen Zahlungsdienstleister insgesamt 410 Euro und erschien anschließend zu einem geplanten Übergabetreffen in Weißenburg. Nach 90 Minuten gab die Frau auf; es erschien trotz per elektronischer Nachricht erfolgter Übersendung eines - falschen - Personalausweises des unter Alias-Personalien agierenden Verkäufers samt zahlreichen Vertrauenszusicherungen und einem „Spritnachlass“ in Höhe von 70 EUR niemand. Als sich die junge Frau per Online-Nachricht beschwerte, verlangte der Verkäufer eine nochmalige Überweisung des Kaufpreises. Diese unterlieb.

Ein 22-jähriger Harburger glaubte an einen angeblichen „Scheunenfund“ bei Ebay-Kleinanzeigen und überwies für seltene Oldtimerteile 150 Euro per PayPal an eine Unbekannte. Die Frau transferierte das Geld postwendendend per Mausklick zurück und bat unter einem Vorwand um erneute Anweisung per PayPal-Freundezahlung. Hier besteht kein Käuferschutz. Der 22-Jährige kam dem nach - die Konversation endete damit.

In keinem der zahlreichen bei der PI Donauwörth angezeigten Fälle erfolgte die vereinbarte Lieferung.(pm)