Internetbetrug

Online-Lovescam: Täter erbeutet 2.000 Euro und erpresst Frau

Symbolbild. Bild: pexels
Eine Frau aus einer Juragemeinde ist Opfer eines Internetbetrugs geworden. Ein Unbekannter täuschte über Social Media eine Beziehung vor und brachte sie dazu, Guthabenkarten zu übermitteln sowie intime Fotos zu senden.

Eine Frau Mitte 40 aus einer Juragemeinde erstattete am 22.06.2026 Anzeige bei der PI Donauwörth. Die deutsche Staatsangehörige war Mitte April auf einer Social-Media-Plattform im Internet von einem unbekannten Täter kontaktiert worden, welcher sich unter falschem Namen ausgab. Der Kontakt verlagerte sich auf verschiedene Messengerdienste, wobei der Täter der Frau ein Beziehungsverhältnis vortäuschte. Unter dem Vorwand, Geld für die Reparatur seines defekten WLAN zu benötigen, brachte er das Opfer zunächst dazu, ihm Guthabenkarten zu übermitteln. 

Im weiteren Verlauf brachte er die Frau dazu, ihm Intimfotos zu senden. Sofort nach Erhalt der Bilder änderte der Unbekannte seine Strategie und erpresste die 43-Jährige mehrfach mit der Drohung, die Aufnahmen zu veröffentlichen, falls sie keine weiteren Guthabenkarten schicke. Insgesamt erhielt der Unbekannte Guthabenkarten im Gesamtwert von ca. 2.000 Euro. Ermittlungen wegen Verdachts auf Erpressung auf sexueller Grundlage wurden aufgenommen. (dra)

Die Donauwörther Beamten raten allgemein: 

  • Niemals Geld überweisen oder Wertsachen bzw. Guthabencodes an Personen verschicken, die Sie noch nie im echten Leben getroffen haben.
  • Beenden Sie bei Zweifeln sofort den Kontakt und blockieren Sie das Profil der Person.
  • Löschen Sie keine Chatverläufe und bewahren Sie Überweisungsbelege oder E-Mails auf.
  • Versenden Sie niemals Nacktfotos oder persönliche Dokumente, da diese später für Erpressungen genutzt werden können.