Wildunfälle

Reh prallt gegen Pedelec: 71-Jährige bei Sturz schwer verletzt

Symbolbild Bild: pixabay
Am Montag ereigneten sich im Dienstbereich der Polizeiinspektion Donauwörth vier Wildunfälle. Eine 71-jährige Pedelec-Fahrerin wurde bei einem Sturz schwer verletzt. Die Polizei appelliert angesichts der hohen Zahl an Wildunfällen an eine angepasste Fahrweise.

Im Dienstbereich der PI Donauwörth wurden am 27.07.2026 vier Wildunfälle mit einem Gesamtsachschaden von geschätzten 8.000 Euro polizeilich aufgenommen. Um 07.45 Uhr befuhr eine 45-jährige Pkw-Fahrerin die Ortsverbindungsstraße von Mauren in Richtung Ebermergen, als kurz nach einem Waldstück ein Reh in ihr Fahrzeug lief. Das Tier verendete.

Um 08.00 Uhr kollidierte ein 44-jähriger Autofahrer auf der Staatsstraße 2213 von Tagmersheim kommend in Richtung Monheim ebenfalls mit einem Reh. Da der Mann den Unfall erst rund neun Stunden später bei der Polizei meldete, leiteten die Beamten gegen ihn ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen eines Verstoßes nach dem Bayerischen Jagdgesetz ein.

Um 15.43 Uhr befuhr eine 71-jährige Pedelec-Fahrerin die Ortsverbindungsstraße von Reichertsweiler in Richtung Brachstadt. Rund 300 Meter nach Reichertsweiler kreuzte ein Reh die Fahrbahn und sprang gegen den Lenker ihres Elektrofahrrades. Die Frau konnte das Rad nicht mehr abfangen, stürzte und blieb kurzzeitig bewusstlos auf der Fahrbahn liegen. Sie wurde nach einer notärztlichen Erstversorgung vor Ort schwerverletzt per Rettungswagen in die Donau-Ries-Klinik eingeliefert.

Um 21.40 Uhr erfasste ein 22-jähriger Autofahrer auf der Ortsverbindungsstraße von Monheim nach Wittesheim rund einen Kilometer vor dem Ortseingang frontal ein von links querendes Reh. In allen Fällen wurden die zuständigen Jagdpächter verständigt.

Aufgrund einer anhaltend hohen Zahl an Wildunfällen im Landkreis Donau-Ries appellieren die Beamten eindringlich an eine deutlich angepasste Fahrweise sowie eine Reduzierung der gefahrenen Geschwindigkeiten. (dra)