2. Dezember 2019, 15:49

Wildunfälle im Kreis erreichen Rekordhoch

Symbolbild Bild: Polizei Bayern
Mit dem heutigen Wildunfall auf der B 2 Höhe Kaisheim, der in einem Totalschaden am beteiligten Pkw endete, wurde am Wochenende auch ein neuer Höchststand an Unfällen mit Wildtieren im Landkreis verzeichnet.

So wurde am gestrigen 01.12.2019 zum ersten Mal die „Schallmauer“ von 1.000 entsprechenden Zusammenstößen in einem Jahr erreicht. Im gesamten letzten Jahr (2018) betrug die Zahl noch 934, im Jahr davor (2017) 852.

Im aktuellen Jahr 2019 kam es bei den Wildunfällen bislang glücklicherweise nur in sechs der bislang 1.001 Fälle zu einem Personenschaden, leider in einem Fall davon tödlich. Dieser eine tödliche Wildunfall ereignete sich am Mi., den 14.08.19, um 05:32h, auf der Kreisstraße 9 zwischen Mauren und Oppertshofen.

Statistisch fällt zudem auf, dass insbesondere im Bereich der Bundesstraßen eine Zunahme der Wildunfälle erfolgte. Hier liegt das Plus bei 34% im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum (B16: 33 statistisch erfasste Wildunfälle, B2: 62, B25: 70, B29: 2, B466: 47.)

Bei den Gemeindestraßen beträgt die Zunahme 20%, insgesamt liegt sie bei einem Plus von 15% zum Vorjahreszeitraum.


Statistisch erfasste Aufteilung 01.01. - 02.12.2019:
Hase, Kaninchen: 167
Reh-, Rot-, Damwild (erfahrungsgemäß weit über 90% davon Rehwild): 640
Schwarzwild: 41
Fuchs: 65
Dachs: 43
Greifvogel, Flugwild: 19
Sonstiges Wild: 26

In 28 weiteren Fällen wurde ein Verkehrsunfall mit einem Tier polizeilich aktenkundig, das sich jedoch nicht eindeutig als „Wild“ im Sinne der Definition identifizieren ließ. Daher wurden diese Fälle in die obige Gesamtzahl nicht mit eingerechnet. (pm)