21. Januar 2022, 11:06
AWV

Das sind die Pläne für den Neubau des Recyclinghofes in Nördlingen

So ähnlich könnte der künftige Recyclinghof in Nördlingen aussehen, Blick von der provisorischen Einfahrt über den Supermarktplatz in Richtung Nordost. Bild: AWV
In Nördlingen entsteht ein neuer Vorzeige-Recyclinghof mit angegliedertem Grünsammelplatz. Außerdem soll am neuen Standort eine Kompostieranlage sowie ein Besucherzentrum entstehen. Der AWV stellt nun erstmals seine Pläne öffentlich vor.

Gerade rund zwei Jahre ist es her, dass die Firma Varta mit dem Wunsch an den AWV herantrat, das Grundstück des Recyclinghofes an der Fritz-Hopf-Straße für die geplante Expansion nutzen zu wollen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der AWV bereits die Pläne für die Erweiterung des Recyclinghofes bei der Stadt eingereicht. In umfangreichen Gesprächen zwischen der Stadt Nördlingen, der Fa. Varta und dem AWV wurde die Lösung für den Neubau des Recyclinghofes auf dem ehemaligen Grundstück des Möbelhauses Höhn an den Langenwiesen, hinter dem E-Center gefunden und so die Erweiterung der Fa. Varta am Standort in der Fritz-Hopf-Straße möglich gemacht. Der AWV hat so nun die Möglichkeit auf dem rund 2,5 ha großen Grundstück einen neuen Recyclinghof zu bauen, auf dem noch bessere Angebote für alle Bürgerinnen und Bürger verwirklicht werden können. Oberbürgermeister David Wittner freut sich, dass eine aus Sicht der Stadt Nördlingen optimale Lösung gefunden wurde: „Der Neubau des Recyclinghofs erweitert das Angebot zur Abfallentsorgung, ermöglicht einem großen Arbeitgeber die Erweiterung seines Betriebs und aktiviert gleichzeitig eine innerstädtische Brachfläche“.

Bis der Neubau des Recyclinghofes im südwestlichen Teil des Grundstücks abgeschlossen ist, wird es einen provisorischen Betrieb auf der Fläche des späteren Grünsammelplatzes geben. Die Einfahrt für den provisorischen Betrieb findet über den Parkplatz des Supermarktes statt. Später erreichen die Bürger den Recyclinghof über die Straße Aumühle.

Für den Neubau des Recyclinghofes in Nördlingen hat der AWV große Pläne. Dieser soll als Vorbild für andere Recyclinghöfe gesehen werden. Eine ökologische Bauweise ist dafür seit Beginn Teil der Planungen.

Am Eingangsbereich wird eine Streuobstwiese mit seltenen Obstsorten, eine Blumenwiese sowie Bienenkästen entstehen. Im integrierten Lehrpfad können sich dort interessierte Bürger näher über das Thema Recycling informieren. Auch für Führungen mit Schulklassen und anderen Gruppen soll der Lehrpfad später genutzt werden. Das bereits vorhandene Biotop an der Bahnlinie wird vom AWV übernommen und erweitert. Der Steinriegel und das Totholz bieten als Biotop einen optimalen Lebensraum für verschiedene Insekten, Kröten, Schnecken und Eidechsen. Der bestehende Baumbestand wird ebenfalls soweit wie möglich erhalten bleiben. Besonders alte Bäume wie die Schwarzkiefer und die Erle sollen geschützt werden.

Die Dachflächen möchte der AWV ebenfalls nutzen. Durch Photovoltaikplatten soll eine autarke Stromversorgung sichergestellt werden. Ein Teil der Dächer wird möglichst begrünt. Diese gleichen Temperaturunterschiede aus, regeln den Wasserhaushalt und bieten einen weiteren Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Der Recyclinghof selbst wird mit den aktuellen Standards ausgestattet sein. Dazu zählen zum Beispiel tiefer gelegte Container für eine ebenerdige Befüllung. Außerdem wird der Recyclinghof entlang der westlichen Grundstücksgrenze aufgebaut, damit bei Bedarf problemlos erweitert werden kann. Angrenzend am Recyclinghof, ungefähr im mittleren Drittel des Grundstückes, wird der Grünsammelplatz entstehen. Dieser wird durch die gleiche Einfahrt zum Recyclinghof erreicht. Eine getrennte Spur führt direkt am Hof vorbei zum Grünsammelplatz. Dahinter (Richtung Osten) entsteht eine Kompostieranlage. Hier stellt der AWV aus dem Grüngut selbst Kompost her, der auf den Recyclinghöfen
gekauft werden kann.

Der Bauantrag der Moser und Ziegelbauer Architektur und Städtebau GmbH wurde von der Stadt Nördlingen bereits genehmigt. Der AWV möchte schnellstmöglich mit dem Bau beginnen. Die Bürgerinnen und Bürger können sich auf einen provisorischen Betrieb ab Mitte des Jahres einstellen. Entsprechende Informationen seitens des AWV werden noch folgen. (pm)