24. Juni 2020, 13:57

Kein Fasching in Mertingen

Die Garde der Mertinger Faschingsfreunde in der Saison 2019/2020. Bild: Doris Dollmann
Aufgrund der Corona-Pandemie haben sich die Verantwortlichen bei den Faschingsfreunden in Mertingen dazu entschieden, die Saison 2020/2021 abzusagen. Der Vorstand sei sich einig, dass das Risiko zu groß sei.

Am vergangenen Mittwoch gaben die Faschingsfreunde Mertingen bekannt: "Um das gesundheitliche und auch finanzielle Risiko des Vereins zu umgehen, haben sich die Trainerinnen und Trainer und die Vorstandschaftsmitglieder dazu entschieden, die Saison 2020/ 2021 ausfallen zu lassen".

"Nicht nur der Trainingsbetrieb erlebt derzeit massive Einschränkungen. Jeder Tag, an dem nicht normal trainiert werden kann, kostet wertvolle Zeit, um die vorbereiteten Choreographien einzustudieren", so die Präsidentin der Faschingsfreunde. "Aufgrund der derzeitigen Ungewissheit, inwieweit zukünftige Veranstaltungen überhaupt stattfinden können, ist im Moment keine zielorientierte Planung und Organisation unserer Veranstaltungen möglich."

Im Normalfall würden die Vorbereitungen für die neue Saison bereits im Frühling, nach dem Ende der abgelaufenen Saison, starten. "Vor allem im Hinblick auf unsere Jubiläumssaison 2020/2021 hatten wir großes vor und müssen früh mit den Vorbereitungen starten", erklärt Wiedemann weiter. "Unser Jubiläum wird demnach 2021/ 2022 nachgefeiert. Sobald die Aufnahme des Trainingsbetriebs jedoch wieder möglich ist, wird dieser anlaufen und eine Vorbereitung auf die Saison 2021/ 2022 stattfinden. Auch sonstige Aktivitäten des Vereinslebens werden wieder aufgenommen, sobald es möglich ist."

Schwere Entscheidung

Präsidentin Corinna Wiedemann erzählt, dass man seit längerem mit dem Thema hadere. "Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht und für viele scheint sie möglicherweise als voreilig zu wirken, doch die aktuellen Umstände ermöglichen, zum Wohle des Vereins, keine Alternative. Wir bitten an dieser Stelle um euer Verständnis und hoffen, dass uns auch in dieser schwierigen Zeit alle aktive Mitglieder, Gönner und Unterstützer erhalten bleiben", so die Präsidentin abschließend.