Servicethema
5. November 2020, 17:05

Wie beschäftige ich mich am besten alleine?

Bild: adobe.stock / weixx
Beschränkungen, Wetter oder Unwohlsein sorgen dafür, dass ein Gang zur Arbeit oder das Treffen mit Freunden nicht möglich sind. Was tun, um die Langeweile zu vertreiben und sich bestenfalls selbst zu beschäftigen? Es gibt tatsächlich viel mehr Möglichkeiten als vielleicht gedacht.

1. Bewegung gelingt auch in den eigenen vier Wänden

Laufen wird als Sportart zum Ausgleich des häufig im Büro stattfindenden Alltags immer beliebter. Doch was ist eigentlich, wenn es draußen regnet und die Temperaturen purzeln? Wer nicht draußen laufen möchte, muss trotzdem nicht auf Bewegung verzichten. Immerhin bieten die eigenen vier Wände genug Möglichkeiten, um sich etwas auszutoben.

Zur Musik bewegen

Beim Laufen an der frischen Luft ist die musikalische Untermalung oftmals dabei und sorgt für einen zusätzlichen Motivationskick. Zu Hause Musik hören und dazu die Hüften bewegen kann nicht nur Spaß machen, sondern verbrennt auch ordentlich Kalorien. Wie wäre es, mit ein paar neuen Tanzschritten oder dem Umherspringen im Zimmer, wenn das Lieblingslied gerade läuft? Durch die gute Laune Musik werden beispielsweise Glückshormone ausgeschüttet, sodass das triste Wetter plötzlich gar nicht mehr so schlimm erscheint.

Home-Workout starten

Für besonders sportlich ambitionierte gibt es unzählige Möglichkeiten, die Sporteinheit nach drinnen zu verlegen. Individuell konzipierte Home-Workouts zahlreiche Portale stehen dafür zur Verfügung und sorgen für Konditionsaufbau, Fettreduktion oder einfach für mehr Ruhe und Wohlbefinden. Von Yoga über Pilates bis zu Zumba und Kraftsport ist alles dabei. Viele Übungen gibt es sogar kostenlos, einige sind als komplette Trainingsprogramme gegen einen Obolus erhältlich. Wer zusätzlich auf die richtige Ernährung achtet, kann auch mit dem Indoor-Sport einige Erfolge erzielen.

2. Sportevents verfolgen

Sportbegeisterte Stubenhocker können ihr Wissen auf ganz besondere Weise nutzen. Nicht nur die Verfolgung der sportlichen Events am TV bringt Abwechslung und Unterhaltung, sondern auch die ein oder andere Prognose eines Ausgangs.

Warum also nicht gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und das Wissen über das Lieblingsteam oder den favorisierten Sportler erweitern. Gerade Zuhause lassen sich auch mal ältere Wettkämpfe in Ruhe verfolgen und studieren. So kann man sich beispielsweise die Fußball Weltmeisterschaften der vergangenen Jahre anschauen, spektakuläre Boxduelle oder die Highlights von Olympia noch einmal Revue passieren lassen.

Natürlich besteht auch die Option sich mit bisher unbekannten Sportarten zu befassen. Eventuell wird hier ein neues Interesse geweckt. Zudem gibt es in den letzten Jahren immer häufig komplett neue Trendsportarten.

3. Gehirnjogging zu Hause

Der Wahlkampfauftakt einer Partei, Krisenstimmung in der EU, wachsende Umweltverschmutzung, Bombenangriffe in Syrien – die Flut der Nachrichten kann das Gehirn rasch überfordern und für negative Gedanken sorgen. Wohl dem, der eine Möglichkeit hat, um den eigenen Geist zu entspannen. Ideal dafür sind beispielsweise Rätsel, denn hier wird die Kreativität des Gehirns angeregt und stellt sich im besten Fall gute Laune durch den Erfolg beim Lösen ein.

Einige Anregungen zu interessanten Übungen für den Kopf gibt es beim Bundesverband Gedächtnistraining e. V. Die Trainingsmöglichkeiten sind äußerst vielfältig: visuell stimulierend durch Farbrätsel, Wissensaktivierung mit Rätselfragen und vielem mehr. Sudoku ist beispielsweise eines der beliebtesten Rätsel, die es seit vielen Jahren in Deutschland gibt.

Das Logikrätsel kommt ursprünglich aus Japan, wurde allerdings durch Howard Garns in der modernen Variante angepasst. Mittlerweile gibt es viele dieser Sudoku-Rätsel online oder in bekannten Tageszeitschriften.

4. Lesen gegen Langeweile

Beschäftigung der anderen Art haben die grauen Zellen auch durch das Lesen. Ganz egal, ob das Buch, die Tageszeitung oder das Klatschmagazin – Lesen Rick die Gehirnleistung ebenso an. Für alle, die Schwierigkeiten beim Lesen haben, gibt es Entwarnung, denn sie sind damit nicht allein. Deutschlandweit gibt es ca. 7,5 Millionen Erwachsene, die gar nicht oder nur sehr eingeschränkt lesen können. Die Bundesregierung unterstützt mit Fördermitteln, um mithilfe von Digitalisierung Lesen erlernbar(er) zu machen.

Wer einmal die Faszination bei Liebesgeschichten, Sachbüchern, Krimis und Co. erkannt hat, kann sich diesem Zauber kaum entziehen. Mittlerweile gibt es die Bücher nicht nur in Papierform, sondern auch online als elektronisches Exemplar oder sogar als Hörbuch. Für Lesefaule ist Letzteres eine gute Möglichkeit, um sich entspannt zurückzulehnen und einfach der Stimme genussvoll zu lauschen.

5. Weiterbildung als Chance bei Langeweile

Statt gelangweilt und vielleicht sogar frustriert zu Hause auf der Couch zu liegen, lässt sich die Zeit auch deutlich sinnvoller nutzen. Ein optimales Mittel gegen Langeweile ist Weiterbildung. Wer viel Zeit hat, kann beispielsweise eine neue Sprache erlernen oder bereits vorhandene Sprachkenntnisse ganz leicht vertiefen.

Weiterbildung umfasst aber auch die berufliche Qualifikation. Damit zu Hause nicht die Decke auf den Kopf fällt, spricht doch nichts dagegen, nach Kursen oder Themen Ausschau zu halten, die den eigenen beruflichen Werdegang führen können. Wie organisiere ich mich im Büro und beim Arbeitsablauf besser? Was benötige ich für eine optimale Work-Life-Balance? Die Spielwiese der Themen für die Weiterbildung ist enorm und häufig werden solche Angebote sogar kostenfrei bereitgestellt.

6. Aufräumen und Entrümpeln

Zu Hause stehen unzählige Kisten der letzten Bestellung, der Schrank hat eine Staubschicht, der Kleiderschrank quillt über. Wer kennt diese Eindrücke aus den eigenen vier Wänden nicht? Um die Langeweile zu vertreiben, sind Aufräumen und Entrümpeln ideal. Dafür wird kein Partner benötigt, denn er oder sie stehen im schlimmsten Fall sowieso nur im Weg rum.

Wer Zeit zu Hause hat, kann loslegen und sein Leben einmal so richtig - und im wahrsten Sinne des Wortes- auf Links drehen und entrümpeln. Zugegeben, das penible Putzen des Badezimmers oder der Küche mag wohl kaum jemand gern. Wer sich dieser Herausforderung allerdings gestellt hat, wird überrascht sein, welches wohlige Erfolgsgefühl sich beim Blick auf die blitzenden Fliesen und die glänzenden Armaturen einstellt.

Kleidung sortieren und Platz schaffen

Oftmals trennen wir uns ungern von Kleidungsstücken, denn sie könnten ja irgendwann noch einmal modernen werden oder wir wieder hineinpassen. Mal ehrlich, wir alle wissen, dass dies meist nur Ausrede dafür ist, dass wir den Kleiderschrank einfach nicht ausräumen möchten. Langeweile zu Hause ist dafür optimal, also kann es losgehen.

Das Aussortieren der Kleidung mag vielleicht am Anfang etwas schwer gehen, wer aber die ersten 3-4 Stücke entsorgt hat, fühlt sich häufig unglaublich befreit. Wer möchte, kann mit seiner nicht mehr genutzten Kleidung sogar noch Geld verdienen und sie beispielsweise auf Portalen online verkaufen. Dafür einfach während des aufräumen ein paar Fotos schießen, sie hochladen und mit einer flotten Beschreibung versehen. Das Geld aus dem Verkauf lässt sich dann wunderbar in das nächste Eis bei Sonnenschein investieren.

7. Kulinarische Kreativität

Zu Hause sein macht hungrig, auch bei Langeweile. Warum nicht die freie Zeit nutzen, um einfach mal ein paar leckere, neue Rezepte auszuprobieren? Online gibt es davon unzählige, die sogar für Vegetarier, Veganer oder die klassischen Fleischesser ausgesucht werden können.

Der Blick in den Kühlschrank reicht häufig, um mit der Suchfunktion tolle Rezeptideen zu finden, ohne noch einmal das Haus verlassen zu müssen. Was viele vielleicht nicht wissen: Die meisten Rezepte sind innerhalb von wenigen Minuten umsetzbar und noch dazu richtig lecker.

8. Wellness für Körper und Seele

Wellness für Körper und Seele ist ebenfalls ideal, um trübe Gedanken und Langeweile zu vertreiben. Zu Hause mit Kerzen, einem duftenden Schaumbad und großartigen Pflegeprodukten Zeit verbringen – ein unbezahlbares Gefühl. Gerade bei trübem Wetter tut ein heißes Bad richtig gut. Wird die Wanne mit fliegendem Badezusatz gefüllt, hat auch die Haut etwas davon.

Anregend beleben würden beispielsweise Zitrusschalen im Wasser, denn sie verströmen nicht nur den fruchtig-spritzigen Geruch. Nein, die Inhaltsstoffe prickeln auch angenehm auf der Haut und sorgen für absolutes Wohlfühlgefühl. Wer seine Haut nach dem Bad mit einer reichhaltigen Creme verwöhnt, hat länger etwas vom Wohlgefühl. Um den Wellnessgedanken etwas länger aufrecht zu erhalten, einfach die Wohnung mit dezentem Kerzenlicht erleuchten und schon fühlt es sich an wie in einer privaten Wellness-Lounge im explosiven zwar.

Für Wellness von innen sorgt ein leckerer Kräutertee, der nicht nur wärmt, sondern auch entschlackt. Etwas Obst und Süßes zum Naschen rundet das Wohlfühlprogramm in den eigenen vier Wänden ab und lässt die Langeweile schnell verfliegen.