24. Juli 2020, 11:11

ILE-Bindeglied Auhausen

Übergabe der neuen „Gemeinde-Pavillons“ mit Martin Stark von der Zimmerei Stark, Sascha Ziegler, Willi Geiger, Martin Obel, Martin Weiß und Stefan Feldmeier als Projektleiter bei der Firma Stark und Gemeinderatsmitglied. Bild: Robert Kaußler
Die kleine Gemeinde Auhausen, direkt an der Nahtstelle der Landkreise Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen und Donau-Ries sowie der Regierungsbezirke Mittelfranken und Schwaben ist kürzlich wieder in den Mittelpunkt regionaler Aktivitäten gerückt.

Geographisch als „einzige Gemeinde in einem anderen Regierungsbezirk“ sieht Bürgermeister Martin Weiß „seine“ Gemeinde als „Bindeglied der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE), und der Region Hesselberg in Franken sowie dem Landkreis Donau-Ries in Schwaben“.

Insbesondere die ILE als Instrument des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten soll Zukunftsperspektiven im ländlichen Raum durch interkommunale Ansätze eröffnen und dadurch „ökonomische, ökologische und soziale Potentiale der ländlichen Dörfer und Städte durch gemeinsame Projekte erschließen“, so Bgm. Weiß. Hierzu haben sich in der Region Altmühlfranken inzwischen alle Kommunen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen und die benachbarte Gemeinde Auhausen in drei kommunalen Regionen bzw. Allianzen zusammengeschlossen und bereits entsprechende Entwicklungskonzepte ausgearbeitet.

Auhausen bringt sich in der Allianz „Fränkisches Seenland-Hahnenkamm“ (FSH) mit seinen weiteren Mitgliedskommunen Absberg, Gnotzheim, Gunzenhausen, Haundorf, Heidenheim, Muhr am See, Pfofeld, Polsingen, Theilenhofen und Westheim ein. Dass das entsprechende Kooperationspotential vorhanden ist, haben die Mitgliedsgemeinden bereits bei gemeinsamen Projekten, wie beispielsweise dem Kernwegekonzept, bewiesen.

Im Rahmen einer Ausschreibung aus diesem Jahr zur Umsetzung von Kleinprojekten, die den Zielen des ILE-Konzeptes FSH dienen, stehen im laufenden Haushalt Mittel der Ländlichen Entwicklung von 100.000 Euro zur Verfügung. Die Aufforderung zu Teilnahme war an juristische Personen des öffentlichen und privaten Rechts sowie natürliche Personen gerichtet. Jedes Einzel-Projekt durfte den förderfähigen Höchstbetrag von 20.000 Euro nicht überschreiten und kann mit einer Förderung von bis zu 80 Prozent rechnen.

Nachdem die ILE-Projekt-Arbeits- und Steuerungsgruppe als Jury bereits im April 2020 über die Vergabe unter den zuletzt 22 berücksichtigungsfähigen Anträgen entschieden hat, konnten die Kommunen „ans Werk gehen“ und im Rahmen einer Vorfinanzierung die jeweiligen Pläne verwirklichen lassen. Für die Gemeinde Auhausen durften drei Pavillons als überdachte Sitzgelegenheit bei der ortsansässigen Zimmerei Stark, die diese Maßnahme zusätzlich unterstützt hat, in Auftrag gegeben werden – und sind für die drei Ortsteile Auhausen, Dornstadt und Lochenbach bestimmt. Im Juli 2020 konnte nun einerseits Vollzug“ an die Fördergeldgeber gemeldet werden. Andererseits durfte Bürgermeister Martin Weiß im Betriebsgelände der Firma Stark an je einen Vertreter aus den Gemeindeteilen einen überdachten Treffpunkt feierlich übergeben:

Für Auhausen hat Sascha Ziegler, 1. Vorsitzender des Schützen- und Sportvereins dieses Präsent übernommen und sogleich im ehemaligen Pfarrgarten, im Umgriff der neu entstandenen Spiel- und Sportwiese mit integriertem Kneippbecken platzieren lassen.

Für Dornstadt hat Martin Obel, 1. Vorsitzender des Verschönerungsvereins, einen schattigen öffentlichen Platz an der Fürnheimer Allee, in der Nähe zum Oettinger Forst, auserkoren.

Willi Geiger, 1. Kommandant der FFW Lochenbach, hat den freizeit-frequentierten Bereich an den Lochenbacher Weihern um einen Pavillon bereichert. (pm)

Der Standort im Ortsteil Auhausen ist der ehemalige Pfarrgarten, der sich inzwischen zu einem gemeindlichen generationsübergreifenden Treffpunkt entwickelt hat; im Hintergrund des „Predigthäuschen“ aus dem Jahr 1770 Bild: Robert Kaußler