3. Dezember 2019, 15:15

Eindringliche Worte aus Albanien

Auf dem Bild von links nach rechts die Mitglieder der Vorstands des Fördervereins zusammen mit Schwerster Christina: Thomas Scheuerer, Christine Müller, Joe Baur, Schwester Christina, Ingrid Steiner, Birgit Rößle, Franziska Gerstmeier. Bild: Müller Ingrid
Der Bericht von Schwester Christina, die aus Albanien angereist war, über die Zustände ging allen Anwesenden sehr nahe.

Der Vereinsvorsitzende der Freunde und Förderer des Klosters Spirituelle Weggemeinschaft in Shkodra/Albanien, so der offizielle Name des Vereins, Josef Baur, begrüßte die rund 30  Vereinsmitglieder, Pateneltern und Gäste, darunter Bürgermeister Jörg Fischer im Gasthaus Dietenhauser in Nordheim sehr herzlich. Als besonderen Gast begrüßte er Schwester Christina, die aus Albanien angereist war.

Nach dem ausführlichen Bericht des 1. Vorsitzenden, der allen Spendern und Helfern für die große Bereitschaft den Verein immer zu unterstützen herzlich dankte, dem erfreulichen Kassenbericht von Thomas Scheuerer und der einstimmigen Entlastung der Vorstandschaft wurden einige Aktivitäten von den zuständigen Mitgliedern des Vorstands näher vorgestellt. Ob beim diesjährigen Hilfstransport nach Albanien, beim Münsterlauf, dem wieder geplanten Einsatz der Mitglieder auf dem Romantischen Weihnachtsmarkt oder auch den Berichten und Bildern in den sozialen Netzwerken im Internet, überall stehen Menschen dahinter die sich um Menschen kümmern, wie Bürgermeister Jörg Fischer es so schön ausdrückte bei seinen kurzen Grußworten.

Eine ganz besondere Frau, die sich kümmert, ist sicherlich Schwester Christina und ihr Bericht über die Zustände in ihrem Wirkungskreis in Albanien ging allen Anwesenden sehr nahe. Sie berichtete über die nach wie vor existente Blutrache die ganze Familien auszurotten droht. Über unhaltbare Zustände in Krankenhäusern. Ärzten die aus Mangel an Pflegekräften und Medikamenten verzweifelten und die um Hilfe Suchenden, zum Teil Schwerkranken, zu Ihnen in die kleine Ambulanz ins Kloster schicken, damit ihnen im Rahmen der bescheidenen Möglichkeiten der Schwestern geholfen werden kann. Viele versuchen aus Verzweiflung zu fliehen, Pflegekräfte und Ärzte werden von den westlichen Ländern abgeworben. Der Tourismus an den schönen albanischen Stränden kommt langsam in Fahrt, aber die arme Landbevölkerung bekommt nichts davon ab.

Der jährliche, von den Vereinsmitgliedern organisierte Hilfstransport ist einer der wenigen Hoffnungsschimmer für die Menschen dort, genauso wie der Johanniter Weihnachtstrucker der auch dieses Jahr wieder nach Albanien startet. Doch trotz allem gab es auch positives zu berichten: Schwester Christina hat zusammen mit Jugendlichen aus dem Kloster ein Stück über die Schrecken der Blutrache inszeniert, dieses Stück soll jetzt auch außerhalb der Klostermauern aufgeführt werden. Es gibt immer einen Funken Hoffnung und der Förderverein trägt seinen Teil dazu bei. (pm)