23. März 2020, 15:27

33 Infizierte im Landkreis

Symbolbild Bild: Pixabay
Besonders stark sind wohl Erzieher, Kinder und Eltern der Kita in Heroldingen betroffen. Seit heute ist außerdem die Führungsgruppe des Katastrophenschutzes 24-Stunden und an sieben Tagen der Woche im Einsatz.

Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Donau-Ries meldet mittlerweile 33 bestätigte Erkrankte. "Ein Schwerpunkt von Neuinfizierungen ergab sich durch einen Ausbruch im Zusammenhang mit der Kindertagesstätte in Heroldingen. Hier sind alle betroffenen Personen im Umfeld (Erzieher, Eltern, Kinder) mittlerweile in Quarantäne", so das Landratsamt in einer Pressemitteilung. 

Amtsbesuche im Landratsamt ab sofort grundsätzlich nicht mehr möglich

Auch für den Dienstbetrieb des Landratsamtes ergeben sich weitere Auswirkungen. Ab sofort müssen grundsätzlich alle Amtsbesuche abgesagt werden. Nur in dringendsten Fällen und dann nur nach vorheriger Terminvereinbarung per Telefon oder Email kann davon noch eine Ausnahme gemacht werden. Im Eingangsbereich erfolgt durch Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes eine Zutrittskontrolle gegen Vorlage des Ausweises. Die Möglichkeit der Online-Terminvereinbarung wird ab sofort eingestellt. Bisher noch auf diesem Weg vereinbarte Termine müssen gestrichen werden.

Da sehr viele Mitarbeiter des Landratsamtes momentan für zusätzliche Dienste im Zusammenhang mit dem Corona-Virus eingeteilt sind, wie z.B. im Katastrophenschutz oder für die Bürger-Hotline, muss auch mit Einschränkungen im allgemeinen Dienstablauf gerechnet
werden. Das Landratsamt bittet aufgrund dieser besonderen Situation die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für entstehende Unannehmlichkeiten, wie beispielsweise längere Bearbeitungszeiten.

Seit heute musste die Führungsgruppe des Katastrophenschutzes (FüGK) im Landratsamt mit voller Besetzung und im 24-Stunden-Modus an 7 Tagen in der Woche eingerichtet werden. Deren Aufgabe ist unter anderem die tägliche Kapazitätsabfrage nach Betten und Beatmungsplätzen im Landkreis durchzuführen und die Bedarfe an die zentralen Stellen weiter zu melden. Außerdem läuft über das Ministerium die zentrale Verteilung von Schutzausrüstungen (Atemschutzmasken u.ä.) an. Die Aufgabe der FüGK wird sein, diese Ausrüstungsgegenstände an Einrichtungen im Landkreis mit dringendem Bedarf weiter zu verteilen (Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen u.ä.). (pm)