13. Mai 2020, 10:59

99 Jahre alten Lanz-Schlepper wieder fit gemacht

Tobias Röthinger vom Rieser Bauernmuseums- und Mühlenverein machte die erste Probefahrt mit dem Lanz-Schlepper nach der Generalsanierung. Das fast 100 Jahre alte Fahrzeug ist läuft wieder einwandfrei – dank Spenden und Zuschüssen und Crowdfunding-Unterstützern

Bild: Ralf Melber
Rieser Bauernmuseums- und Mühlenverein finanziert Generalsanierung eines 99 Jahre alten Lanz-Schleppers auch mit Crowdfunding der RVB Ries.

Das Ziel ist fast erreicht: Mit Spenden, Eigenkapital des Vereins, Zuschüssen vom Bezirk Schwaben und nicht zuletzt mit 116 Unterstützern des Crowdfunding-Projekts konnte der Rieser Bauernmuseums- und Mühlenverein seinen knapp 100 Jahre alten Lanz-Bulldog generalsanieren. Drei Spendenanfragen laufen noch.

Das Schmuckstück steht im Zehentstadel in Heroldingen, der dem Verein gehört und von Vorstandsmitglied Ralf Melber und einer Gruppe junger Heroldinger betreut wird. In einer Oldtimer-Werkstatt in der Nähe von Hohenwart wurde das historische Gefährt aus dem Jahr 1921 wieder aufgemöbelt und ist jetzt zur Freude der Vereinsmitglieder wieder fahrtüchtig. Rund 17.000 Euro hat der Verein investiert. Drei Spendenanfragen stehen noch aus. Jedoch wird die Finanzierung über Zuschüsse und Spenden wohl gelingen. Außerdem gingen die Verantwortlichen neue Wege und initiierten ein Crowdfunding-Projekt auf der Plattform der Raiffeisen-Volksbank Ries. Insgesamt 4.000 Euro fehlten noch – das Geld kam binnen weniger Wochen von 116 Unterstützern und von der Raiffeisen-Volksbank Ries, die nicht nur die Plattform für Vereine zur Verfügung stellt, sondern auch selbst noch eine ordentliche Finanzspritze gab.

Vereinsvorsitzender Werner Deixler möchte das Liebhaberobjekt nächstes Jahr, pünktlich zum 100. Geburtstag, gerne der Öffentlichkeit vorstellen. Dann könnte der Schlepper auch wieder auf Festumzügen mitfahren. „TÜV braucht er nicht, denn die Spitzengeschwindigkeit liegt bei sage und schreibe sechs Stundenkilometern“, sagt Deixler. Ein Stück Brauchtum und Kultur wurde für die nachfolgenden Generationen erhalten, so der Vereinsvorsitzende.(pm)