21. August 2019, 13:06
Tag des offenen Denkmals

Aktionen zum „Tag des offenen Denkmals“ im Landkreis Donau-Ries

Die Klosterkirche und der Klosterhof sind der Dorfmittelpunkt der kleinen Gemeinde. Bild: Jenny Wagner
Anlaufstelle für die offizielle Eröffnungsfeier des Denkmaltags im Donau-Ries ist die Klosterkirche Auhausen. Die Festveranstaltung beginnt um 14.00 Uhr, Kirchenführungen und Vorträge werden ab 14.30 Uhr angeboten.

Veranstaltung am 08. September in Auhausen

Die Klosterkirche St. Maria und St. Godehard in Auhausen prägt das kulturelle Erbe der Bundesrepublik mit. Der Kernbau der zunächst katholischen, ab 1532 protestantischen Kirche wurde um 1120, der Südturm 1334 errichtet. Es sind mittelalterliche Grabmale, ein Chorbau von 1519 samt Ausstattung, ein Altar von Hans Schäufelin von 1513 und Steinreliefs von Loy Hering vorzufinden. Auch das Chorgestühl von 1519 mit vielen geschnitzten Figuren ist erhalten. Weitere Besonderheiten sind die Renaissance-Holzdecke von 1542 sowie die fünf Glocken.

Zum Tag des offenen Denkmals gibt es in Auhausen bereits nach dem Gottesdienst um 8.45 Uhr die Möglichkeit zur Besichtigung und Führung durch die Klosterkirche. Der diesjährige Denkmaltag steht unter dem Motto Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur. Zu diesem Thema lädt Dr. Matthias Weniger vom Bayerischen Nationalmuseum um 14.30 Uhr und 16.30 Uhr zu seinen Vorträgen in die Klosterkirche ein. Türme- und Dachbodenführungen werden ebenfalls zu diesen Zeiten angeboten. Um 15.00 Uhr steht eine Kirchenführung auf dem Programm anschließend um 16.00 Uhr erklingt die Kirchenorgel zu einem Konzert von Reinhold Müller. Um 17.00 Uhr schließt Pfarrer Wolfgang Layh den Denkmaltag mit seinen Worten ab, lädt aber noch zum Christus-Treff-Gottesdienst mit Deborah Schülein um 19.30 Uhr ein. Für das leibliche Wohl gibt es von 13.30 Uhr bis 17.00 Uhr Kaffee und Kuchen.

Aktionen in Oettingen und Harburg

In Oettingen ist es bereits zur Tradition geworden, dass es am Denkmaltag auch Führungen durch die historischen Werkstätten der einstigen Orgelbaufabrik Steinmeyer gibt. Die 1847 gegründete Werkstatt gehörte mit ca. 2.400 Orgelneubauten und der Restaurierung historischer Instrumente zu den bedeutendsten Orgelbaufirmen Europas. Die Instrumente wurden in die ganze Welt geliefert. Am 08. September kann zwischen 11.00 und 15.00 Uhr das derzeit entstehende Orgelbaumuseum besichtigt werden, Führungen werden am Denkmaltag um 11, 12.30 und 14 Uhr angeboten.

Schloss Harburg zählt zu den größten, ältesten und am besten erhaltenen Burganlagen Süddeutschlands. Sies wurde 1150 erstmals als Staufische Reichsburg erwähnt. Zum Ende des 13. Jahrhunderts fiel sie an die Grafen und Fürsten zu Oettingen. Zum Denkmaltag gibt es von 10.00 bis 17.00 Uhr freien Zugang in die Warnecke-Kunst-Ausstellung. Im Fürstenbau sind über 150 Exponate des bekannten Künstlers Rudolf Warnecke (geb. 1905, gest. 1994) ausgestellt. Neben vielen Bildern der Romantischen Straße können Werkzeuge, Druckplatten und der original Flügel des Künstler besichtigt werden. Um 14.00 Uhr gibt es sogar musikalische Begleitung auf dem Flügel.
Zum Tag des offenen Denkmals werden bundesweit rund 4 Mio. Kultur- und Geschichtsfans erwartet, im Landkreis Donau-Ries nehmen gewöhnlich fast 3.000 Personen an den verschiedenen Aktionen teil.
Ziel dieses Aktionstags ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu begeistern und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. (pm)