12. November 2019, 13:18

Theaterpremiere „Junggesellenabschied"

Eine Szene der Aufführung. Bild: Reinhold Seefried
Einen großartigen Premierenerfolg konnte die Kolping-Theatergruppe in der Wemdinger Stadthalle mit dem Lustspiel „Junggesellenabschied“ von Regina Rösch feiern. Mit viel Aufwand und Liebe zum Detail wurde von dem Bühnenbauteam um Reinhold und Ulla Seefried eine aufwendige Bühne gestaltet, auf der die Laienschauspielgruppe mit großem Engagement das Publikum begeisterte.

Wenn es nach der Mutter Paula (Carmen Sailer-Hönle) ginge, würde ihr Sohn Manfred (Markus Grau) zum 49. Geburtstag eine Freundin präsentieren und zum 50. Geburtstag könnte sie endlich Oma werden. Damit nervte sie seit Jahren ihn und ihren Ehemann Ferdinand (Karl-Heinz Fackler). Auch Ferdinands Freund Alfons (Daniel Ostermeier) war daran sehr interessiert, aber mehr wegen dem dann unter Männern zu feiernden Junggesellenabschied.

Der Verlauf der Handlung

Der anstehende Geburtstag drohte zu einem Fiasko zu verwenden, denn die Auswahl eines Geschenkes trieb seltene Blüten. Diesmal sollte es nicht die traditionelle Bratpfanne oder der Kochtopf werden. So schaffte es mit Unterstützung von Postbotin Anneliese (Sandra Baier), Freund Alfons und missverstandenen Stichworten der Ehefrau eine Gartenhacke, Schneckenkorn und eine Wassertonne auf die Wunschliste. Völlig überraschend präsentierte dann Sohn Manfred seine Verlobte Tamara (Anna-Lena Jung). Die Ankündigung, dass die Schwiegereltern mit einem Privat-Jet zum Geburtstag einfliegen werden, brachte Paula an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. In nur zwei Tagen sollte die Bude und der Ehemann auf Vordermann gebracht werden. Doch die Männer waren nur an der Organisation eines tollen Junggesellenabschieds interessiert.

Eine gelungene Vorstellung in drei Akten

In der Pause wurde die Bühne in kürzester Zeit umgebaut und „umtapeziert“, damit das Haus für die gut betuchte Verwandtschaft etwas hermacht, was das Publikum mit einem staunenden „ahh“ quittierte. Top gestylt und in weniger angenehme Anzüge gezwängt, erwartete die Geburtstagsgesellschaft die Schwiegereltern. Zur Überraschung war die Schwiegermutter Angelina (Karin Schreck) schon zuvor im Hause, wo sie den Hausherren in Unterhosen überraschte. Auch Schwiegervater Lanzelott (Florian Fischer) verblüffte in halblanger Hose mit Hawaihemd und seinem militärischem Drill bei der Abfrage von Name und Alter der Anwesenden.

Bei der Geburtstagsfeier wurde es dann turbulent. So schockte zuerst Lanzelott mit seinen Trinksprüchen die Damenwelt und dann schoss Ferdinand mit den Geburtstagsgeschenken und seiner Wassertonne den Vogel ab. Da half auch eine symbolische Seereise in der schaukelnden Tonne nichts. Dies war kein Ersatz für die nach dem Stichwort „Wasser“ erhoffte Seereise auf der Aida.

Ein fulminanter Höhepunkt

Zu Beginn des dritten Aktes zogen dann die Herren der Schöpfung zu ihrem langersehnten Junggesellenabschied als Zwerge mit Schneewittchen los. Dieser lief dann völlig aus dem Ruder und nach deren späten Rückkehr stand schon im Polizeibericht in der Zeitung, was alles passiert war. Doch es kam für Ferdinand noch schlimmer. Kurz bevor die Ehekrise perfekt war, löste dann die Jugend mit den Schwiegereltern das Verwirrspiel auf.

Begeistertes Publikum

Während den fast drei Stunden ernteten die Schauspieler wiederholt Szenenapplaus und sorgten mit Wortwitz und schauspielerischem Geschick für viele Lacher beim Publikum. Am Ende stand fest, dass dies eine überaus gelungene Theaterpremiere war.

Weitere Vorstellungen sind am Freitag, 15.11. und Samstag, 16.11. jeweils um 19.30 Uhr. Am Sonntag, 17.11.2018, ist um 14.00 Uhr eine Nachmittagsvorstellung.

Eintrittskarten gibt es im Vorverkauf bei Heimwerker Schmidt, Tel. (09092) 965383, oder an der Abendkasse.(pm)