17. Mai 2019, 11:46

Die ungleichen Brüder - ein Historienspiel zur Geschichte der Stadtpfarrkirche St. Emmeram

Bild: Judith Strohhofer
Zum historischen Stadtfest sollen nun in einem auf geschichtlichen Gegebenheiten basierenden Historienspiel die Umstände näher beleuchtet werden, die zu der mutigen und Aufsehen erregenden Entscheidung führten, einen zweiten Turm zu bauen.

Sieht man, wie sich die beiden ehrwürdigen Türme der Stadtpfarrkirche über den Wemdinger Marktplatz erheben, käme man nicht auf die Idee, dass es eine Zeit gab, als St. Emmeram nur einen Turm hatte. Zum historischen Stadtfest sollen nun in einem auf geschichtlichen Gegebenheiten basierenden Historienspiel die Umstände näher beleuchtet werden, die zu der mutigen und Aufsehen erregenden Entscheidung führten, einen zweiten Turm zu bauen. Die sich eigens zu diesem Anlass gegründete Theatergruppe „Historische Ensemble 2019“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Stadtpfarrkirche mit dem Stück „Die ungleichen Brüder“ auf die Bühne zu bringen.

Unter der Regie von Claudia Langer, Bianka Maier und Carmen Sailer-Hönle nehmen Sie rund 40 Schauspielerinnen und Schauspieler mit auf eine Reise durch Zeit und Raum, in welcher die entscheidenden Etappen der Geschichte St. Emmerams näher beleuchtet werden. Und wie das Leben so spielt, ist auch diese Geschichte eng mit den Schicksalen einzelner Menschen und Familien verknüpft. So werden Sie entführt an den kaiserlichen Palast zu Konstantinopel, wo ein Eunuch die Regierungsgeschäfte intrigant und skrupellos führt, weil Kaiser Konstantin VIII den Folgen seines ausschweifenden Lebensstils erliegt. Sie werden Zeugen der alltäglichen Herausforderungen, welche die Wemdinger zu Beginn des 17. Jahrhunderts meistern mussten, nachdem sie Hexenverfolgung und Pest gerade überlebt hatten. Liebe, Eifersucht, Größenwahn und die Frage, wo man eigentlich hingehört, ranken sich wie Efeu um die beiden Türme der Stadtpfarrkirche. Stefan Rauwolf erweckt in seinem Historienspiel das Herzblut und die Tränen derer zu neuem Leben, die an der Errichtung der Türme beteiligt waren. Die Blütezeit der Stadt, die einem regelrechten Bauboom erfährt und die sich ankündigenden Konfessionsstreitigkeiten sind dabei ebenso spürbar wie der allgegenwärtige Hexenwahn der Zeit. Auf Basis historischer Fakten werden somit die Umstände erzählt, welche dazu führten, dass im Jahr 1619 der ehrgeizige Beschluss gefasst wurde, dem massiven Südturm einen etwas schlankeren Zwilling auf der nördlichen Seite der Stadtpfarrkirche entgegenzusetzen. Wir danken der Sparkasse Wemding für die finanzielle Unterstützung des Theaterstücks.


Spielzeiten:

Freitag, 31. 05. um 20 Uhr

Samstag, 01.06. um 20 Uhr

Sonntag, 02.06. um 13:30 Uhr, Ausweichtermin: Sonntag, 02.06. um 16:30 Uhr


Extragulden für Theaterstück 5 € kein Kartenvorverkauf, freie Platzwahl Einlass je 30 Min. vor Vorstellungsbeginn. (pm)