Diogo Gonçalves und Frederik Pribyl haben im August 2025 den großen Schritt gewagt und ihr eigenes Studio gegründet, um das Spiel ‚Velvet Veil‘ zu entwickeln und schlussendlich auf den Markt zu bringen. „Als Vorab-Release-Datum haben wir Februar 2029 angegeben“, verrät Diogo Gonçalves. Erste Einblicke in das Spiel gab es bereits in einer Demoversion auf Messen – und das Ergebnis kann sich sehen lassen, wenn man dem Feedback der Testspieler glauben darf. „Das Feedback war sehr überwältigend“, weiß Frederik Pribyl zu berichten. Es gab aber auch konstruktive Kritik. Die daraus entstandene Liste „werden wir nun abarbeiten“, gibt Diogo Gonçalves den Fahrplan für die kommenden Monate vor.
Freuen dürfen sich Spielenthusiasten dann auf ein 2D-Game aus dem Videospielgenre Metroidvania. Dabei handelt es sich um Action-Adventure-Spiele, bei denen eine große, zusammenhängende Spielwelt erkundet wird. Anfangs sind viele Bereiche unzugänglich. Erst wenn neue Fähigkeiten oder Ausrüstung gefunden wird, kann man zu früheren Orten zurückkehren und neue Wege öffnen.
Aus der Geschichte lernen als Spielkonzept
Die Idee zu dieser Welt schlummert schon lange bei Diogo Gonçalves, Anfang 2024 reifte die Idee dann zur konkreten Vorstellung. „Was wäre, wenn ein Magiesystem auf Erinnerungen basiert?“, beschreibt der 26-Jährige seine Überlegungen von damals und fügt hinzu: „Das war so die Geburtsstunde dieser Game-Idee.“
Herausgekommen ist das Spielekonzept zu ‚Velvet Veil‘, worin Geschichte und die Vorstellung, dass sich Geschichte wiederholt, das zentrale Thema darstellt. Dabei nutzen die Entwickler einen spannenden Kniff, um die Themen Geschichte und Wiederholung aufzugreifen. Anfangs ohne Erinnerung ausgestattet, muss der Spieler nach und nach Erinnerungen sammeln. Diese werden durch Puppen dargestellt. So hat zum Beispiel eine Puppe die Erinnerungen eines Pazifisten, aber den Körper einer Kriegspuppe. Der Spieler soll sich dadurch mit solchen Konflikten beschäftigen.
Aus einem Pitch wurde ein gemeinsames Studio
Mit diesem Spielekonzept und der grafischen Idee hat Diogo Gonçalves seinen Mitgründer Frederik Pribyl überzeugt. Nach einer Präsentation an der TH Augsburg, wo Gonçalves einen Bachelor im Studiengang Interaktive Medien abgeschlossen hatte, kam Frederik Pribyl auf ihn zu. Der 25-Jährige, der selbst gerade den Masterstudiengang Interaktive Mediensysteme an der TH Augsburg absolviert, kümmert sich nun hauptsächlich um die Programmierung, während Gonçalves die Bereiche Game Art und Narrative Design übernimmt.
Und der Erfolg scheint ihnen recht zu geben. Mit der Unterstützung des THA_funkenwerks, dem Institut für Gründung und Innovation, bekommen sie Fördergelder vom Film-Fernseh-Fonds Bayern und sind aktuell bereits in der zweiten Förderphase. Eine wichtige Unterstützung, welche das MoonBloom-Duo auch wieder zurückgeben will. So wollen sie dazu beitragen, dass der Gaming- Standort Augsburg gestärkt wird.
Bislang gibt es München und Nürnberg und im kleineren Umfang Kempten und Neu-Ulm. Dieses Quartett soll in Zukunft durch Augsburg ergänzt werden. „Wir als entwickler-Community bauen quasi Augsburg mit auf als neuen Games-Hotspot“, erklärt Frederik Pribyl. Und begonnen hätte es dann auch mit dem Spiel ‚Velvet Veil‘ und MoonBloom Studios in Monheim.