11. Mai 2017, 18:38

Däumlinchen feiert 60. Geburtstag im Käthe-Kruse-Puppen-Museum in Donauwörth

Museumsleiter Thomas Heitele, Puppendoktor Marion Hohmann und Oberbürgermeister Armin Neudert bei der Eröffnung der neuen Sonderausstellung im Käthe-Kruse-Puppen-Museum in Donauwörth Bild: DRA
Am gestrigen Mittwoch, 10.05.2017, wurde feierlich die neue Sonderausstellung "Mein Liebling Däumlinchen... feiert 60. Geburtstag" im Käthe-Kruse-Puppen-Museum in Donauwörth eröffnet. Zum Jubeltag spielte sogar ein 60-köpfiges "Orchester" auf!
Donauwörth - Donauwörths Oberbürgermeister Armin Neudert freute sich, im Donauwörther Käthe-Kruse-Puppen-Museum wieder eine hochkarätige und mit viel Liebe zum Detail gestaltete Sonderausstellung für das Publikum eröffnen zu dürfen. Er begerüßte zahlreiche Gäste und Ehrengäste von fern und nah und beglückwünschte Museumsleiter Thomas Heitele und sein Team zu einer sehr gelungenen und sehenswerten Ausstellung.
Vor 60 Jahren erfand Käthe Kruses Tochter Hanne Adler-Kruse das Däumlinchen, das eigentlich ein Christuskind hätte werden sollen. In seiner Eröffnungsrede zitierte Museumsleiter Thomas Heitele aus einem Brief von Hanne Adler-Kruse: "Wir haben sehr hübsche neue Modelle gemacht, und besonders mein Liebling Däumlinchen hat reizende neue Kleidchen gekriegt, ein Pärchen, Max und Moritz, von dem ich annehme, dass es wieder ein Schlager werden wird." Eben dieses Pärchen begrüßt Besucher der Ausstellung gleich zu Beginn in der ersten Vitrine, mitsamt der kleinen Maikäfer, die in Wilhelm Buschs Erzählungen in Onkel Fritzens Bett krabbeln.
In weiteren Räumen sind Däumlinchen aus allen Jahrzehnten aufgereiht und in fantasievolle und detailreiche Szenerien integriert. Da gibt es Märchenszenen, eine Nachstellung der allerersten Däumlinchen wie sie auf der Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellt wurden sowie einzigartige Probemodelle aus der Käthe Kruse Manufaktur, die nie in Serie produziert wurden. Besonders spannend für Käthe Kruse Liebhaber und Sammler sind bestimmt die Augsburger Patrizierpärchen oder auch das weitestgehend unbekannte Däumlinchen Modell "Fischer Jakoble".
Ganz besonders bedankte sich Thomas Heitele bei seinem Museumsteam für die hervorragende Vor- und Aufbereitung der Ausstellung, bei der Käthe Kruse Manufaktur für die Leihgaben und Archivfotos und vor allem auch bei den vielen Leihgebern, die diese Ausstellung mit Puppen aus ihren Privatsammlungen wieder zu einem ganz besonderen Highlight machen. Wie so oft war auch die leidenschaftliche Käthe Kruse Puppen und vor allem Däumlinchen Sammlerin Kathrin Finn aus Hamburg wieder zur Eröffnung angereist. Wieder einmal stellte sie zahlreiche Modelle aus ihrer großen Sammlung für die Ausstellung zur Verfügung. Ihr absoluter Liebling aus dem Hause Käthe Kruse ist und bleibt das Däumlinchen - und so spielt ihr großes Däumlinchen Orchester in diesem Jahr auch mit einer Sonderbesetzung von 60 Musikanten zum Geburtstagslied auf. Eine komplette Vitrine nehmen die lustigen Musiker dabei ein. "Eigentlich bestand mein Däumlinchen Orchester immer aus 55 Puppen, aber zum 60. Geburtstag und zu dieser Ausstellung mussten es natürlich 60 Püppchen sein, daher habe ich aufgestockt", lacht sie.
Eine besondere Überraschung präsentierte Marion Hohmann im Namen der Käthe Kruse Werkstätte in Donauwörth. Sie überreichte dem Museumsleiter mit der kleinen "Hanne" ein Däumlinchen, das Thomas Heitele zwar eigens für die Ausstellung bei der Firma bestellt hatte, von dem er aber dachte, dass es nicht rechtzeitig zur Eröffnung fertig werden würde. In diesen Glauben hatten ihn die Mitarbeiter der Werkstätte gesetzt, um ihn am Eröffnungstag gebührend mit der Puppe zu überraschen. Außerdem erzählte Marion Hohmann, wie lange und wie ereignisreich 60 Jahre in einem Puppenleben sein können. Als Puppendoktorin bei der Käthe Kruse Manufaktur hat sie so manches 60 Jahre alte Modell gesehen und wieder aufgearbeitet.
Die Ausstellung ist bis zum 1. Oktober 2017 zu sehen. Zum Internationalen Museumstag am 21. Mai und auch am 12. Juni gibt es ein spezielles Begleitprogramm. Zeitnah wird auch ein Begleitband zur Ausstellung erscheinen und im Museum erhältlich sein. Weitere Informationen auch auf www.donauwoeth.de.