9. Dezember 2020, 10:54

Ein „Christkind“ für das Puppenmuseum

Puppe I „Dorothee aus dem Jahr 1937. Bild: Kirsten Göbner
Das Käthe-Kruse-Puppen-Museum in Donauwörth konnte sich dieser Tage über einen ganz besonderen Neuzugang freuen. Eine Dame aus Köln kontaktierte Museumsleiter Thomas Heitele, da sie dem Museum ihre Käthe-Kruse-Puppe schenken wollte.

Als das Paket ankam, war die Überraschung groß, denn es enthielt eine Rarität. Die Puppe I mit dem Namen Dorothee wurde nur in den Jahren 1936 bis 1938 in den Käthe Kruse Werkstätten in Bad Kösen hergestellt und ist heute sehr selten und ebenso begehrt. Das besondere an ihr ist der Kopf, denn üblicherweise hatten alle Puppe I, so die Bezeichnung für das erste Puppenmodell, einen fest angenähten Kopf. Zum 25-jährigen Jubiläum der Werkstätten 1936 bot Käthe Kruse die beliebte Puppe I mit drehbarem Kurbelkopf als „Dorothee“ an.

Frau Brinkmann-Haupts hat die Puppe im Jahr 1937 geschenkt bekommen und die Puppe wurde ihr eine ständige Begleiterin. Eine besondere Rolle spielte die Puppe während ihrer Internatszeit. Dort wurde zu Weihnachten ein Weihnachtszimmer eingerichtet und die Puppe Dorothee durfte das Christkind sein. Museumsleiter Thomas Heitele freut sich „Es ist ein wahrer Glücksfall, dass diese wunderschöne Puppe in bestem Erhaltungszustand und mit der originale Kleidung den Weg in unser Museum gefunden hat. Besonders interessant für das Museum ist auch, dass wir die bewegte Geschichte der Puppe erfahren durften, die mit ihrer Besitzerin viel erlebt hat.“ Frau Brinkmann-Haupts ist erleichtert, dass die Puppe einen guten Platz gefunden hat und in Zukunft vielen Menschen Freude bereiten kann.

Sobald die Museen wieder öffnen dürfen, wird die Puppe in der Dauerausstellung gezeigt werden. (pm)