17. Oktober 2017, 08:28

Schulprojekt "Kräuterhochbeet am Hafenmarkt"

. Bild: Verschönerungsverein, Susanne Vierkorn
Der Verschönerungsverein Nördlingen e.V. stellt demnächst ein weiteres Projekt vor: Ein Plätzchen am Paradies soll es sein. 
Im Oktober 2016 steckten „Amici dell’arte – Freunde der Kunst“ und Bewohner der Lebenshilfe Donau-Ries etwa 10.000 Blumenzwiebel am Hafenmarkt. Die Grünfläche wurde so im Frühjahr zu einer bunten Krokuswiese. Auf Initiative des Verschönerungsvereins Nördlingen e.V. wird nun das Schulprojekt „Kräuterhochbeet am Hafenmarkt“ realisiert.
Thomas Möckel, Schulleiter der Realschule Maria Stern, wollte im Schuljahr 2017/2018 ein zusätzliches Wahlfach anbieten. Mit einem „Kräutergarten“ soll das Thema Natur, die Pflege, der Umgang mit Pflanzen und was daraus entstehen kann, aufgegriffen werden. Mit dieser Idee kam Thomas Möckel und die zuständige Lehrkraft Getrud Geußer im Herbst 2016 auf die erste Vorsitzende des Verschönerungsvereins Susanne Vierkorn zu. Gemeinsam mit der Realschule Maria Stern arbeitete der Vorstand des Verschönerungsverein Nördlingen e.V. mit Unterstützung der Stadt Nördlingen und des Baubetriebshofes an der Projektumsetzung.
Als Förderer kam die Zusage der Stiftung der Sparkasse bereits zum Beginn der Planungen. Mit der Schreinerei Lessmann konnte man einen Nördlinger Handwerksbetrieb gewinnen. Herwig Lessmann produziert im Moment ein hochwertiges Holzhochbeet nach Maß. Willy Ensslin von 1A-Garten Ensslin begleitet das Kräuterhochbeet als Fachmann. Er sieht das Ganze als Lehrprojekt und wird die Gruppe mit Informationen unterstützen.  Das Innenleben eines Hochbeetes, eine mögliche Jahresbepflanzungen und die richtige Auswahl der Kräuter sind zum Beispiel anstehende Themen. Er gibt als Pate sein Wissen weiter und stellt Material und Kräuter zur Verfügung. Pflanzen müssen gepflegt und gegossen werden, auch in der Ferienzeit. Diesen wichtigen Teil übernimmt das Team vom Cafe SAMOCCA in der Eisengasse. Rudi Siegel und das Team der Lebenshilfe Donau-Ries stehen parat und kümmern sich in den Schulferien um die Pflanzen. Durch die Unterstützung und Zusammenarbeit aller Beteiligten entstand das Schulprojekt „Kräuterhochbeet mit gelebter Inklusion“.
Das Hochbeet verschönert den städtischen Raum am Hafenmarkt. Den Schülern wird die Natur nahe gebracht. Ein Thema, was in der heutigen digitalen Zeit leider mal schnell vergessen wird. Die Zusammenarbeit zwischen Realschule Maria Stern und dem SAMOCCA-Team ist nicht nur eine Unterstützung in der Ferienzeit, sondern gelebte Inklusion. Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Egal wie er aussieht, welche Sprache er spricht oder ob er eine Behinderung hat. Jeder kann mitmachen. Genauso machen wir es. Dieses Miteinander ist ein zusätzlicher Pluspunkt für alle Beteiligten. (pm)