29. März 2018, 11:00

Demonstration "Hoffnung statt Handschellen" in Donauwörth im Liveblog

Unter dem Motto "Hoffnung statt Handschellen" wollen 300-400 Gambier am heutigen Donnerstag in Donauwörth demonstrieren . Bild: Mara Kutzner
Im Liveblog zur Demonstration "Hoffnung statt Handschellen" am 29. März in Donauwörth halten wir euch auf dem Laufenden. Nach Krawallen und Festnahmen in der Erstaufnahmeeinrichtung planen afrikanische Asylbewerber nun eine Demonstration mit anschließender Kundgebung in Donauwörth.
[button color="black" size="medium" link="https://www.donau-ries-aktuell.de/demonstration-hoffnung-statt-handschellen-in-donauwoerth-im-liveblog/" icon="" target="false"]Neue Inhalte laden[/button]

Der Liveblog ist beendet!

Eine Zusammenfassung der Demonstration seht ihr auch in unserem Video.
https://www.facebook.com/DonauRiesAktuell/videos/1909641695747025/
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]

Geflüchtete auf der Kundgebung: "Wir sind nicht kriminell"

Bei der Kundgebung sprechen mehrere Gambier zu ihrer Situation in Donauwörth. Einer davon ist Amadou Sambou. Er ruft auf englisch ins Megaphon, dass er dankbar sei, heute die Möglichkeit bekommen zu haben, zu demonstrieren. "Wir sind nicht kriminell", verkündete Sambou immer wieder. "Wir werden nicht gewalttätig sein, in einem Land in dem wir Asyl beantragen", erklärt der Gambier. Die Anschuldigungen der Polizei, beim Einsatz am 14. März, seien Flüchtlinge gewalttätig gegenüber Polizisten gewesen, weist Sambou von sich. Ihm und den anderen Rednern, geht es um Anerkennung, Respekt aber auch um die Teilhabe. "We love this counrty. We want to be part of you!", ruft einer - zu deutsch: Wir lieben diese Land. Wir wollen ein Teil von Euch sein.
Eine Demonstrationsteilnehmerin berichtet auch von den schlechten Verhältnissen in der Unterkunft in Donauwörth. Auch Frauen mit Kinder lebten auf engstem Raum zusammen, teilweise gäbe es für Stunden kein heißes Wasser für die Versorgung der Kleinkinder.
Gegen 15.00 Uhr ging die Kundgebung friedlich zu Ende.
Bild: Mara Kutzner
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]

Demonstranten verteilen Flugblätter

Während der Demonstration und der Kundgebung verteilten die Demonstranten Flugblätter. "Liebe Donauwörther und Donauwörtherinnen, wir laden Sie ein uns kennen zu lernen und sich selbst davon zu überzeugen, dass wir keine Gewalttäter sind", ist darauf zu lesen. Dort heißt es auch, dass beim Polizeieinsatz am 14. März in der ehemaligen Kaserne von Seiten der Geflüchteten keine Gewalt gegen Personen ausgegangen sei. Die Vorwürfe seien konstruiert. Auf dem Flugblatt werden die Anerkennung der Asylanträge, die Schließung der Transitlager, Transfer in private Wohnungen sowie das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe gefordert. Auch wird die Freilassung der 30 festgenommenen Gambier, die seit dem 14. März in Untersuchungshaft sitzen, gefordert.
Bei der Vorbereitung der Demo wurden die Flüchtlinge offensichtlich von linken Vereinigungen aus Bayern unterstützt.
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Demonstrationszug im Ried angekommen - Kundgebung startet 
14:10 Uhr
Der Demonstrationszug ist mittlerweile im Ried angekommen. Die Demonstration lief ohne Zwischenfälle ab. Auch die Verkehrslage hat sich wieder beruhigt, sodass aktuell keine Verkehrsbehinderungen mehr im Stadtgebiet vorliegen. In der Kundgebung, die vor wenigen Minuten gestartet ist, bedankt sich ein Sprecher der Flüchtlinge für die Möglichkeit zur Demonstration. "Wir sind nicht kriminell. Wir sind Flüchtlinge und lieben das Land. Wir wissen, dass wir ein schlechtes Image haben und wollen das nun wieder verbessern", so der Sprecher.
. Bild: Matthias Stark
. Bild: Matthias Stark
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Auf dem Weg ins Ried 
14:00 Uhr 
Mittlerweile befindet sich der Demonstrationszug auf dem Weg ins Ried. Auch hier sorgt die Polizei für Sicherheit.
. Bild: Matthias Stark
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Demonstrationszug in der Reichsstraße angekommen 
13:45 Uhr 
Mittlerweile ist der Demonstrationszug in der Reichsstraße angekommen. Die Demonstration läuft aktuell völlig friedlich ab.
. Bild: Matthias Stark
. Bild: Mara Kutzner
. Bild: Mara Kutzner
. Bild: Diana Hahn
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Demonstrationszug zieht Richtung Reichsstraße 
13:30 Uhr
Der Demonstrationszug zieht umringt von Einsatzkräften der Polizei Richtung Reichsstraße.
. Bild: Mara Kutzner
. Bild: Matthias Stark
. Bild: Matthias Stark
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Demozug zieht weiter - Berger Kreuzung komplett gesperrt 
13:15 Uhr 
Vor wenigen Minuten stoppte der Demonstrationszug auf Höhe des Gymnasiums in Donauwörth. Nach ersten Erkenntnissen ist eine Demonstrantin zusammengebrochen.
Auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte Polizeisprecher Markus Trieb, dass die Polizei ein Großaufgebot an Polizisten vor Ort habe. Zum einen, um Beteiligte zu schützen, und falls Straftaten vor Ort ausgeübt werden, diese aufzunehmen. Nach Aussage von Polizeisprecher Markus Trieb besteht der Demonstrationszug aktuell aus 150 Aktivisten und befindet sich auf der Berger Kreuzung, die für den Verkehr komplett gesperrt wurde. 
Unter dem Motto "Hoffnung statt Handschellen" wollen 300-400 Gambier am heutigen Donnerstag in Donauwörth demonstrieren . Bild: Matthias Stark
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Großes Sicherheitsaufgebot in Donauwörth 
12:55 Uhr 
Um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten, ist die Polizei mit zahlreichen Fahrzeugen vor Ort.
. Bild: Matthias Stark
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Polizei begleitet Demonstration 
12.50 Uhr
Mittlerweile zieht der Demonstrationszug Richtung Stadt. Begleitet von mehreren Polizeiautos zieht die Gruppe friedlich ihren Weg. Um den Verkehr weiter aufrechtzuerhalten, wurde nur eine Straßenseite von der Polizei gesperrt.
. Bild: Mara Kutzner
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Demonstrationszug zieht durch die Jurastraße
12:35 Uhr 
Mittlerweile ist der Demonstrationszug durch die Jurastraße gezogen. Der Zug besteht, anders als erwartet, nach ersten Einschätzungen nur aus circa 140 Demonstranten.
https://www.facebook.com/DonauRiesAktuell/videos/1909385479105980/
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Demonstrationszug startet
12:12 Uhr 
Vor wenigen Minuten startete der Demonstrationszug an der ehemaligen Kaserne in der Parkstadt.
. Bild: Matthias Stark
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Keine Gegendemos beim Landratsamt angemeldet
11:25 Uhr 
Auf Nachfrage unserer Redaktion beim Landratsamt Donau-Ries erklärte Pressesprecherin Gabriele Hoidn, dass keine Gegendemos am heutigen Donnerstag in Donauwörth im Landratsamt angemeldet worden seien.
Auch die AfD Nordschwaben hat in einem Kommentar bei einem ihrer Posts in Facebook eine Gegendemo abgelehnt.
Screenshot eines Afd Postings vom 28.03.2018 auf Facebook. Bild: DRA
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Donauwörth: Gambier planen Kundgebung und Demonstration

11:10 Uhr
https://www.donau-ries-aktuell.de/donauwoerth-gambier-planen-kundgebung-und-demonstration/
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]
Wer arbeitet am Liveblog?
11:06 Uhr
Unsere Redakteurinnen Mara Kutzner und Diana Hahn sind ab circa 11.30 Uhr an der Erstaufnahmeeinrichtung. Dort soll der Demonstrationszug starten. Unserer Reporterinnen werden die Demonstration bis zur Kundgebung im Ried begleiten.
Die Redakteurin Jenny Wagner hält in der Redaktion den Liveblog im Auge. Zusammen mit unserer Redaktionsassistentin Nicole Straulino bereitet sie die Infos für euch auf.
[divider style="solid" top="20" bottom="20"]

Der Liveblog startet!

11:00 Uhr

Nachdem es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Auseinandersetzungen in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Donauwörth kam, soll am Donnerstag eine Demonstration von Gambiern in Donauwörth stattfinden. Unter dem Motto „Hoffnung statt Handschellen“ planen die Asylbewerber einen Demonstrationszug, der um 12:00 Uhr von der ehemaligen Kaserne in der Parkstadt über die Jurastraße, die Nürnbergerstraße, die Berger Vorstadt, die Pflegstaße und Reichsstaße ins Ried.
Im Liveblog wollen wir euch über die Geschehnisse rund um die Demonstration und die Kundgebung informieren.