13. Dezember 2019, 12:04

Papier statt Plastik auf dem Wochenmarkt

Daniel Wizinger und Oberbürgermeister Hermann Faul präsentierten die neuen Papiertüten für den Nördlinger Wochenmarkt. Bild: Yvonne Adam
Die Stadt Nördlingen führt am Wochenmarkt Papier- statt Plastiktüten ein. Oberbürgermeister Hermann Faul und Daniel Wizinger vom Ordnungsamt Nördlingen stellten das Projekt vor.

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Und auch in Nördlingen tut sich in Sachen Nachhaltigkeit einiges. Im März diesen Jahres fiel in Nördlingen der Startschuss zur Einführung des Mehrweg-Pfandsystems RECUP. Ein weiterer Schritt zur Vermeidung von Plastikmüll wurde nun gemacht. Ab nächsten Samstag wird es auf dem Nördlinger Wochenmarkt Papier- statt Plastiktüten für die Kunden geben. In Kempten hat sie Stadt Nördlingen ein gutes Vorbild gefunden. Dort werden schon seit längerer Zeit auf dem Wochenmarkt Papiertüten für den Einkauf angeboten. Dieses Konzept wird Nördlingen nun übernehmen. 

Die Stadt hat eine erste Auflage mit 2000 großen und 3000 kleinen Papiertüten beschafft, um sie an die Händler zum Preis von 30 Cent bzw. 15 Cent zu verkaufen. Die Entscheidung, ob die Händler die Tüten an die Kunden zu diesem Preis weiter verkaufen oder sie gratis ausgeben, wird noch diskutiert und ist derzeit noch den Händlern überlassen. Hergestellt werden die umweltfreundlichen und CO2-neutralen Papiertüten von der Firma Apomore GmbH aus Dettenhausen (Baden-Württemberg). Die aus recyceltem Papier hergestellten Tüten, sind kompostierbar und können auch als Biomüllbeutel benutzt werden. Sie sind reißfest, bei Feuchtigkeit stabil und können immer wieder verwendet und verwertet werden.

„In Nördlingen soll weniger Müll produziert werden, deshalb wollen wir dem Plastiktüten-Verbrauch entgegenwirken. Dafür müssen wir nicht auf ein allgemeines gesetzliches Verbot warten, sondern fangen gleich damit an“, erklärt Oberbürgermeister Hermann Faul die Entscheidung. Die Satzung des Wochenmarktes soll deshalb auch dahingehend geändert werden, das Plastiktüten dort in Zukunft verboten sind. In etwa drei bis fünf Monaten wird diese Satzungsänderung in Kraft treten. Bis dahin können die Händler ihre Plastiktüten aufbrauchen und auf Papiertüten umstellen.

Die Wochenmarkthändler seien bereits vor einem halben Jahr darüber informiert worden und hätten positiv darauf reagiert. Natürlich wollen auch sie ein nachhaltiges Einkaufen garantieren, was mit ihren regionalen Produkten bereits gewährleistet ist. Gleichzeitig sollen die Papiertüten mit dem Nördlinger Aufdruck für den Wochenmarkt werben.

„Wir haben mit dem RECUP ein Mosaiksteinchen geschaffen und nun kommen die Papiertüten, um Nördlingen nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten“, erklärt Hermann Faul und freut sich über einen weiteren Schritt in Richtung Umweltfreundlichkeit.