Insolvenz

Rofu-Filialen in Donauwörth und Nördlingen müssen schließen

Mit der Schließung von Rofu in Donauwörth und Nördlingen verschwindet ein weiterer wichtiger Einzelhändler aus der Region. Bild: Thomas Oesterer
Bittere Nachricht für den Landkreis Donau-Ries: Trotz der Teil-Rettung des Unternehmens müssen die Rofu-Filialen in Donauwörth und Nördlingen schließen. 26 Beschäftigte sind davon direkt betroffen.

Bereits seit Ende Januar befindet sich Rofu Kinderland in der Insolvenz. Lange Zeit war deshalb ungewiss, ob und wie es in Zukunft mit dem Unternehmen und seinen über 1000 Mitarbeiter*innen weitergehen wird. Zwar konnte ein Großteil der Filialen in der Zwischenzeit durch den Abschluss eines Investorenvertrags mit der Kids & School Holding GmbH gerettet werden, einige Filialen stehen allerdings trotz dem vor dem Aus. Demnach sieht die Investorenvereinbarung vor, dass 77 Filialen von Rofu Kinderland fortgeführt werden. Allerdings sind auch 27 Standorte nicht mehr Teil des Erwerberkonzepts und müssen entsprechend schließen. 

"Abbau von Arbeitsplätzen ist schmerzhaft, aber leider unvermeidbar"

Besonders bitter für den Landkreis Donau-Ries: Zu den betroffenen Filialen gehören auch die Standorte in Donauwörth und Nördlingen. "Es gab verschiedene Kriterien für die Auswahl der betroffenen Filialen. Dazu zählen insbesondere betriebswirtschaftliche Kennzahlen und die Attraktivität der Standorte und die Wettbewerbsfähigkeit", erklärt ein Unternehmenssprecher auf Nachfrage unserer Redaktion. In Donauwörth und Nördlingen verlieren somit - laut aktuellem Stand - 26 Mitarbeiter*innen ihre Arbeitsplätze und werden nicht übernommen. Rofu-Geschäftsführer und Pluta-Sanierungsexperte Marcus Katholing ergänzt: „Die Investorenvereinbarung im Rahmen eines Insolvenzplans bietet die Chance, das Unternehmen Rofu zu erhalten. Auch für die Gläubiger erreichen wir damit die bestmögliche Lösung. Der Abbau von Arbeitsplätzen ist schmerzhaft, aber leider unvermeidbar." 

Schließung bereits für Juli geplant

Die von der Schließung betroffenen Filialen, darunter die in Donauwörth und Nördlingen, werden dem Unternehmen zufolge voraussichtlich bis zum Juli einen Räumungsverkauf durchführen, anschließend werden die Filialen an die Vermieter zurückgegeben. Auch potenzielle Kunden sind zumindest indirekt von der Schließung betroffen. Der Grund: Wie das Unternehmen mitteilt, können Gutscheine nicht mehr in den Filialen eingelöst werden, die vor dem Aus stehen. Dies sei nur noch online oder in einer der Filialen möglich, die weiterhin bestehen, so ein Unternehmenssprecher.

Was mit den entsprechenden Gebäuden im Anschluss passiert, ist aktuell noch völlig offen. Klar ist hingegen, dass beide Städte erneut einen wichtigen Anlaufpunkt im Einzelhandel verlieren. So musste beispielsweise erst im vergangenen Jahr in Nördlingen nach über 130 Jahren das Traditionsgeschäft "Spielwaren Möhnle" schließen. 

Redakteur. Schreibt bei uns für Online und blättle. Ist in Donauwörth geboren und aufgewachsen und der Stadt sehr verbunden. In seiner Freizeit als Spieler und Trainer auf den Fußball - und Tennisplätzen der Region zu finden.

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