„Museum kann vieles sein: ein Ort des Lernens, des Erlebens und der Begegnung – vor allem ist es aber ein Ort für Menschen“, betonte Oberbürgermeister Jürgen Sorré in der Eröffnungsansprache. Entsprechend soll das künftige Museum nicht nur bewahren, sondern auch bewegen und im engen Austausch mit der Stadtgesellschaft entstehen. Auch Museumsleiterin Anja Hollands unterstrich den offenen Charakter des Projekts: „Mit der aktuellen Studioausstellung beschreiten wir neue Wege und wagen bewusst ein experimentelles Format.“
Schwerpunkt auf der Mitgestaltung
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Mitgestaltung. In der Ausstellung finden sich immer wieder Stellen, an denen Besucherinnen und Besucher ihre Ideen teilen können. Ebenso ist eigens ein Kinder- und Jugendbeirat für das Museum eingerichtet worden. Die Kinder und Jugendlichen sind nicht nur aktiv in die Entwicklung der Ausstellung eingebunden und haben dort bereits mitgearbeitet, sondern beteiligen sich auch an der weiteren konzeptionellen Ausrichtung des Museums.
Sie bringen eigene Ideen und Perspektiven ein. Dieses Engagement unterstreicht den Anspruch, das Museum generationenübergreifend und zusammen mit jungen Menschen zu gestalten. Interessierte Kinder und Jugendliche, die sich ebenfalls einbringen möchten, können sich jederzeit gerne melden und mitwirken.
Spannende Einblicke in die Museumsarbeit
Es wird also kein Museum nur für die Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste – sondern eines, das gemeinsam mit ihnen entsteht. Inhaltlich gibt die Ausstellung spannende Einblicke in die Museumsarbeit: Sie zeigt ausgewählte Objekte, erzählt ihre Geschichten und lädt die Besucherinnen und Besucher dazu ein, ihre eigenen Interessen, Wünsche und Vorstellungen einzubringen.
Realisierung der Ausstellung
Zu den Highlights der Auftaktausstellung zählen ein Donauwörther Venus-Roller aus den 1950er Jahren sowie eine originale Schaufensterdekoration mit Käthe-Kruse-Puppen aus dem Jahr 1939. Die Realisierung der Ausstellung wurde durch die Zusammenarbeit zahlreicher Beteiligter ermöglicht: Leihgeberinnen und Leihgeber, lokale Institutionen und Unternehmen sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger. Dieses breite Engagement macht deutlich: Museumsarbeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe.
Die Ausstellung ist vom 1. Mai bis 13. September im Käthe-Kruse-Puppen-Museum zu sehen. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr. Die Stadt Donauwörth lädt alle Interessierten herzlich ein, die Ausstellung zu besuchen und sich aktiv an der Entwicklung des Museums von morgen zu beteiligen. (dra)