Segelfliegen bei hochsommerlichen Temperaturen bedeutet für die Piloten zwar einerseits gute Thermik, andererseits aber auch eine enorme körperliche Belastung – immerhin sind sie mehrere Stunden in ihren Seglern unterwegs, von der Sonne nur durch eine Plexiglaskuppel geschützt. Viel Flüssigkeit und viel Schatten vor dem Start waren daher vor allem am vergangenen Sonntag Pflicht auf dem Flugplatz Stillberghof.
Bei ihren Flügen dann wurden die bis zu 500 Kilogramm schweren Segler dann von der Thermik auf bis zu 2800 Meter getragen – bei einer durchschnittlichen Temperaturabnahme von 6 Grad pro 1000 Meter eine angenehme Abkühlung, zumal die Wolken auch noch Schatten spendeten.
In der Bundesliga wurde jedoch überwiegend auswärts gepunktet
David Bauder und Steffen Schwarzer hatten sich zum Ziel gesetzt, an einem Tag von Süddeutschland nach Südfrankreich zu fliegen – 670 Kilometer legten die beiden Piloten quer über Baden-Württemberg, Vorarlberg und die Schweiz bis nach Südfrankreich ohne einen Tropfen Benzin zurück und landeten letztendlich in Fayence, 50 Kilometer westlich von Nizza. Ihre Bundesliga-Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 93 Stundenkilometer.
Auch Henrik Heckmann startete auswärts bei der Deutschen Meisterschaft der Clubklasse auf dem Flugplatz Burg Feuerstein nördlich von Nürnberg. Sein Wertungsflug am Samstag mit 72,9 Stundenkilometern zählte für die Bundesliga; beim Wettbewerb liegt er im Mittelfeld.
Georg Gutteck komplettierte die Wertung vom Stillberghof aus – sein Flug ins Voralpenland und retour wurde mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 79,3 Stundenkilometern gewertet. Trotz Rundenplatz 16 erzielte die SFG am Ende nur einen Punkt in der 9. Runde – damit ist die Halbzeit der Bundesliga-Saison überschritten, der Club liegt weiterhin auf dem vorletzten Tabellenplatz. (dra)
Segelflug-Bundesliga nach Runde 9
- SFZ Königsdorf (BY) 147
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23. LSC Leverkusen (NW) 24
24. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 21
25. FLC Schwandorf (BY) 15