Diesmal war Langer nicht auf eigene Faust unterwegs, sondern nahm am Wettbewerb „Euroglide“ teil. Das Ziel des internationalen Vergleichs: eine Distanz von mindestens 2500 Kilometer innerhalb von höchstens zwei Wochen weitestgehend im Segelflug zurückzulegen. Insgesamt 74 Piloten trafen sich am Flugplatz Venlo an der deutsch-niederländischen Grenze, um die vorgegebenen Route so gut wie möglich abzufliegen.
Stefan Langer bewältigte bereits die 500 Kilometer weite Anreise vom Flugplatz Stillberghof aus stilecht mit dem Segelflugzeug. Der erste Flugtag der Euroglide führte den Gachenbacher über Luxemburg und Belgien nach Frankreich auf einen Flugplatz östlich von Paris, bevor es am Folgetag über 830 Kilometer quer über die Schweiz und halb Österreich bis nach St. Johann in Tirol ging. Die Osthälfte Österreichs sowie Tschechien bis an die polnische Grenze querte Langer am Folgetag, tags darauf ging es dann über 600 Kilometer nach Nordwesten bis nach Lüneburg südlich von Hamburg. Nur eine Woche nach seinem Abflug vom Stillberghof kehrte Stefan Langer nach Venlo, dem Startpunkt des Wettbewerbs zurück; nach acht Tagen landete er wieder am Stillberghof.
Unterstützung durch Motor
Ganz ohne Unterstützung eines Motors legten Langer und die anderen Piloten und Pilotinnen die Wanderflugstrecke allerdings nicht zurück – gemäß Reglement darf ein Teil der Strecke entweder per Auto oder per Hilfsmotor zurückgelegt werden. Flugzeuge ohne Antriebsaggregat werden bei ausbleibender Thermik somit per Anhänger zum nächsten Flugplatz transportiert; alternativ darf, wenn vorhanden, der Hilfsmotor verwendet werden. Auch Langer nutzte seinen umweltfreundlichen Elektroantrieb, um Thermikflauten zu überwinden – allerdings so effizient, dass er am Ende den zweiten Platz bei der Euroglide belegte.
Weiterer Rückschlag für die Donauwörther Segelflieger
In der Segelflug-Bundesliga indes müssen die Donauwörther Segelflieger einen weiteren Rückschlag verkraften – trotz zweier Rundenpunkte durch die Flüge von David Bauder, Wolfgang Köckeis und Bernhard Hämmerl rutscht der Club in der Tabelle auf den letzten Platz. (dra)
Segelflug-Bundesliga nach Runde 11
1. SFZ Königsdorf (BY) 184
2. SFV Bad Wörishofen (BY) 163
3. ...
23. LSV Rinteln (NI) 27
24. FLC Schwandorf (BY) 26
25. SFG Donauwörth-Monheim (BY) 24