Am 06.08.2026 kam es im Dienstbereich der PI Donauwörth zu mehreren angezeigten Betrugsversuchen durch sogenannte Schockanrufer. In einem Fall erhielt ein Mann aus dem Raum Donauwörth um 14.30 Uhr einen Anruf mit polnischer Vorwahl. Der Anrufer gab sich fälschlicherweise als Mitarbeiter des Amtsgerichts Nördlingen aus und behauptete, die Schwester des Angerufenen habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Frau überfahren worden sei. Zur Abwendung einer Haftstrafe forderte der Betrüger eine Kautionszahlung in Höhe von 65.000 Euro in bar. Der Angerufene glaubte die erfundene Geschichte zuerst und machte sich auf den Weg zu seiner Bank. Noch bevor der Mann Geld abheben konnte, wurde er jedoch durch seine echte Schwester, welche er angerufen hatte, über die Betrugsmasche aufgeklärt. Daher kam es hier glücklicherweise zu keinem Vermögensschaden.
In sechs weiteren gemeldeten Fällen des 06.08.2026 gaben sich Anrufer als Krankenhausmitarbeiter oder Ärzte aus und behaupteten, Angehörige lägen in der Notaufnahme. Auch hier erkannten die Angerufenen die Masche rechtzeitig und beendeten die Telefonate, sodass kein Vermögensschaden entstand. Die Beamten leiteten in allen angezeigten Fällen strafrechtliche Ermittlungen wegen Verdachts auf gewerbs- und bandenmäßigen Trickbetrug sowie Amtsanmaßung bzw. Missbrauch von Berufsbezeichnungen ein. (dra)
Die Donauwörther Polizei rät in diesem Zusammenhang erneut zur Vorsicht:
- Legen Sie bei derartigen Anrufen sofort auf und wählen Sie die Ihnen bekannte Nummer der Angehörigen.
- Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften fordern niemals telefonisch Bargeld oder Wertsachen als Kaution.
- Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an fremde Personen.
- Wählen Sie im Zweifelsfall umgehend den Polizeinotruf 110.