Polizei warnt

Erneute Welle von Schockanrufen im Bereich Donauwörth

Symbolbild. Bild: pixabay
Am Montag wurden im Stadtgebiet Donauwörth mehrere Fälle von Schockanrufen gemeldet. In einem Fall kam es zu einem Schaden. Die Polizei vermutet bandenmäßigen Trickbetrug.

Am 10.08.2026, kam es im Stadtgebiet von Donauwörth zu einer gemeldeten Serie von sogenannten Schockanrufen und ähnlicher Betrugsmaschen, weswegen die PI nun wegen des Verdachts auf gewerbs- und bandenmäßigen Trickbetrug sowie Amtsanmaßung ermittelt. In einem Fall gelang den Tätern ein Beuteschaden.

Gegen 14:30 Uhr rief eine vermeintliche Bankmitarbeiterin bei einem Mann Mitte 80 an und behauptete, es seien Falschgeld-Blüten im Umlauf, weshalb sein Geld nun kontrolliert werden müsse. Der Mann wurde angewiesen, 10.000 Euro Bargeld bei seiner Bank abzuheben, das Telefonat durchgehend zu halten und den Betrag zu Hause bereitzuhalten. Gegen 16:30 Uhr erschien ein angeblicher Abholer an der Wohnadresse des Mannes, nahm die 10.000 Euro an sich und entfernte sich mit der Beute. Der Abholer wird von Zeugen wie folgt beschrieben: ca. 170 cm groß, ca. 30 Jahre alt, schlank, dunkle kurze Haare, südländischer Erscheinungstyp, bekleidet mit schwarzer Hose und schwarzem T-Shirt.

Im Laufe des Nachmittags meldeten sich zahlreiche weitere, insbesondere lebensältere Bürger telefonisch auf der Donauwörther Wache, die ebenfalls betrügerische Anrufe erhalten hatten. Die Täter gaben sich dabei als Kriminalbeamte oder Polizeibeamte aus, täuschten erfundene Einbrüche in der Nachbarschaft, Krankenhausaufenthalte oder angebliche Kautionsforderungen nach Verkehrsunfällen von Angehörigen vor. Sämtliche Betroffene reagierten aufmerksam, gaben keine Vermögenswerte preis und beendeten die Gespräche sofort, so dass laut Kenntnis der PI Donauwörth kein weiterer Schaden entstand. (dra)

Die Beamten der Donauwörther Inspektion raten in diesem Zusammenhang:

  • Polizei oder Banken fordern Sie niemals am Telefon auf, Bargeld oder Wertsachen an fremde Personen zu übergeben.
  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf - das ist nicht unhöflich.
  • Geben Sie am Telefon niemals Auskünfte über Ihre finanziellen Verhältnisse oder Wertsachen im Haus.
  • Verständigen Sie im Zweifel umgehend Ihre echten Angehörigen unter der Ihnen bekannten Rufnummer und die echte Polizei unter der Notrufnummer 110.