Wahl

Goaß-Maß-Königin 2026: Der Titel geht erstmals ins Donau-Ries

Alexandra Jung jubelt auf der Bühne des Festzelts Lechner, als sie zur Goaß-Maß-Königin 2026 ernannt wurde. Bild: Alexandra Jung
Mit Alexandra Jung kommt die neue Goaß-Maß-Königin erstmals aus dem Donau-Ries. Die Wahl wurde bereits zum sechsten Mal ausgetragen. Nun will sie die bayerische Kultur weitertragen.

Am 12. August stand am Gäubodenvolksfest in Straubing zum sechsten Mal die Wahl zur Goaß-Maß-Königin auf dem Programm. Am Ende durfte Alexandra Jung aus dem Harburger Ortsteil Mündling über den Titel jubeln. „Für mich ist der Titel was Großes und eine echte Ehre“, ist Alexandra Jung auch einen Tag nach der Wahl noch immer überwältigt.

Ins Leben gerufen wurde die Wahl 2018 von dem Kabarettisten Vogelmayer, der mit bürgerlichem Namen Thomas Mayer heißt. Dieser hatte damals die Goaß-Maß auf dem zweitgrößten Volksfest Bayerns gefordert. Das löste einen Hype um das Getränk aus Dunklem Bier, Cola und einem Stamperl Kirschlikör aus.

Eine Misswahl mit eigenem Charme

Mittlerweile ist daraus eine Misswahl mit einem eigenen Charme geworden, wie Mayer es selbst beschreibt: „Wichtig ist mir, dass die Wahl zur Bayerischen Goaß-Maß-Königin keine typische Misswahl wird, bei der es nur darum geht, gut auszuschauen. Wir suchen jemanden, der Bayern und die bayerische Bierkultur wirklich verkörpert.“ Daher hat er ein bestimmtes Bild einer Goaß-Maß-Königin vor Augen. „Zur Königin küren wir eine richtig kernige Bayerin, die die bayerische Lebensfreude verkörpert.“

Die erste Goaß-Maß-Königin aus dem Donau-Ries

Alexandra Jung mit ihrer Krone und den vier anderen Finalistinnen sowie dem Kabarettisten Vogelmayer. Bild: Alexandra Jung

Eigenschaften, mit denen sich Alexandra Jung, die den Titel erstmals ins Donau-Ries holte, gut identifizieren kann, wie sie im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigte. „Kernig hat für mich nichts mit dem Äußeren zu tun. Vielmehr soll man die bayerische Tradition, das Brauchtum und die Sprache schätzen.“

Und natürlich sollte man auch die Goaß-Maß mögen. „Ich will zeigen, dass es etwas Tolles ist und zu Bayern dazugehört“, sagt die neue Königin und fügt lachend hinzu: „Und es ist brutal süffig!“ Daher habe es das Getränk verdient, auch auf anderen Festen präsent zu sein. „Es ist noch nicht so verbreitet wie Bier oder Radler.“

Den Titel mit Begeisterung ausfüllen

Wie es nun als neue Goaß-Maß-Königin weitergeht, kann Alexandra Jung noch nicht einschätzen. Ihre Vorgängerinnen waren unter anderem zu Besuch im bayerischen Landtag, auf Neujahrsempfängen oder dem Oktoberfest. Dieses Engagement will Alexandra Jung ebenfalls zeigen und für die Goaß-Maß begeistern.

Dass ihr das gelingt, hat sie bei der Wahl im Lechnerzelt bereits unter Beweis gestellt. Unter anderem sollte sie ein Gedicht zum Thema Goaß-Maß und bayerische Kultur verfassen sowie in der letzten Aufgabe Stimmung im Zelt machen – mit Erfolg. „Alle sind aufgestanden und haben mitgemacht, es war eine massive Lautstärke“, beschreibt Jung den Moment, bei dem sie von einem ganzen Reisebus voller Familie und Freunde unterstützt wurde.

„Ich will für die Goaß-Maß begeistern.“ Im Festzelt Lechner ist ihr das bereits gelungen, die Krone war der verdiente Lohn dafür. Nun darf sie diese Begeisterung als Goaß-Maß-Königin ein Jahr lang in ganz Bayern verbreiten.

Redakteur. Unterwegs für blättle und online. Geboren in Augsburg ist er über Freiburg, Wien und München endlich im schönen Donau-Ries angekommen. Hier hat er besonders die Themen Kunst, Kultur, Geschichte und Sport im Blick.

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