Bayerischer Bauernverband

Landfrauentag in Harburg: Klare Botschaften und viel Humor

Beim Landfrauentag in der Wörnitzhalle in Harburg waren gut 700 Gäste anwesend. Bild: Mara Kutzner
Der Landfrauentag des Bayerischen Bauernverbands in Harburg zeigte, was den ländlichen Raum stark macht: Frauenpower, Gemeinschaft, Engagement, Kompetenz und die Fähigkeit, auch in bewegten Zeiten mit Humor nach vorne zu blicken.

Beim Landfrauentag des Bayerischen Bauernverbands Donau-Ries begrüßte Kreisbäuerin Susanne Löfflad zahlreiche Ehrengäste aus Politik, Kirche, Verbänden und Wirtschaft sowie die vielen engagierten Ortsbäuerinnen. Mit rund 700 Gästen - überwiegend Frauen - war die Wörnitzhalle in Harburg bis auf den letzten Platz gefüllt. 

In ihrer Rede stellte Löfflad die wichtige Rolle der Frauen in der Landwirtschaft heraus, besonders mit Blick auf das UN-Jahr der Landwirtinnen 2026. Ziel sei es, Frauen in der Betriebsleitung stärker sichtbar zu machen und ihren Anteil deutlich zu erhöhen. "Wir Frauen sind keine Zuschauerinnen auf unseren Betrieben. Wir stehen ganz vorne mit dabei. Wir gestalten, entscheiden, organisieren und tragen Verantwortung", 

Gleichzeitig erinnerte sie an den starken Zusammenhalt innerhalb der Vorstandschaft der Kreisbäuerinnen im Donau-Ries, die sich im vergangenen Jahr neu aufstellen musste. Eine Herausforderung, die man gut gemeistert hat, wie der Landfrauentag 2026 zeigte. 

Die Andacht von Dekan Frank Wagner verband Tiefgang mit Humor. Mit augenzwinkernden Beobachtungen zur Fernsehsendung "Bauer sucht Frau" nahm er sowohl das Format als auch dessen Moderatorin auf die Schippe und sorgte damit für viele Schmunzler in Halle. Doch hinter der heiteren Note stand eine klare Botschaft: Landwirtschaft müsse mit Weisheit, Achtsamkeit und Blick auf kommende Generationen die Schöpfung bewahren. 

Kabarettistin Ines Procter sorgt für humorvollen Höhepunkt des Landfrauentags

Landrat Stefan Rößle würdigte Frauen als stabilisierenden Faktor in den Familien und Betrieben. Sie seien Managerinnen und Seelsorgerinnen, die in herausfordernden Zeiten Familien und Betriebe zusammenhalten. Harburgs Bürgermeister Christoph Schmid von „Riesenrespekt“ für die Organisation des Tages und bezeichnete die Landfrauen als Managerinnen des ländlichen Raums. 

Kreisobmann Karlheinz Götz hob die hohe fachliche Kompetenz der Landwirtinnen hervor - mit einem Augenzwinkern: Wenn ein Schlepper gekauft werde, "muss man schon schauen, ob die Frau nickt“.

Die stellvertretende Bezirksbäuerin Andrea Mayr stellt das ausgerufene UN-Jahr der Landwirtinnen in den Mittelpunkt. Dadurch werde sichtbar, was selbstverständlich sein sollte. "Ohne die Kompetenz, die Tatkraft und das Engagement von Frauen ist Landwirtschaft nicht denkbar", so Mayr. 

Für den humorvollen Höhepunkt sorge Kabarettistin Ines Procter in ihrer Rolle als "Närrische Putzfraa". “. Mit treffsicheren Beobachtungen über Erziehung, Jugend und gesellschaftlichen Wandel brachte sie die Halle immer wieder zum Lachen. Ihre Botschaft zwischen den Pointen: weniger Angst, mehr Miteinander, mehr echte Begegnungen. „Allein kann keiner von uns etwas erreichen, wir müssen zusammenarbeiten“, so Procter.

Nach der Mittagspause stand eine Lesung mit Günter Schäfer, Autor der "Donau-Ries-Krimis" und Mitglied vom Autorenclub Donau-Ries auf dem Programm. 

Vor der Klobürste der „närrischen Putzfrau“ Ines Procter ist selbst Landrat Stefan Rößle nicht sicher. Bild: Mara Kutzner

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