10. März 2020, 16:33

Bahnhof Otting-Weilheim wird barrierefrei

Vorne von links: Bürgermeister Dr. Martin Drexler (Wemding), Bürgermeister Günther Pfefferer (Monheim), Bürgermeister Heinz Meyer (Polsingen), MdB Ulrich Lange, Kreisrat Gottfried Hänsel, Bürgermeister Johann Bernreuther (Otting), Dekan Konrad Bayerle (Weißenburg-Gunzenhausen); dahinter: Mitglieder der IG Heimatbahnhof Otting-Weilheim. Bild: Klieber
Gute Nachricht für den nordöstlichen Landkreis Donau-Ries: MdB Ulrich Lange ist von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer über die Zusage der Deutschen Bahn für die vollständige Herstellung der Barrierefreiheit des Bahnhofs Otting-Weilheim informiert worden. Dies teilte Lange Vertretern von Kommunen, Politik und Interessengemeinschaft (IG) vor Ort mit.

Möglich mache die Attraktivierung des einzigen Haltepunktes an der Bahnstrecke zwischen Donauwörth und Treuchtlingen die Bereitstellung zusätzlicher Bundesmittel aufgrund des Klimaschutzprogramms 2030 der Bundesregierung in Höhe von 11 Milliarden Euro bis 2030, so Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange, der als stellvertretender CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzender auch für den Bereich Verkehr zuständig ist. Der Betrag werde zur Stärkung der Schiene ausschließlich für Infrastrukturmaßnahmen als Fundament für umweltfreundliche Mobilität verwendet.

Bahn und Bund haben sich darauf verständigt, dass eine von den 11 Milliarden Euro insbesondere für den barrierefreien Ausbau von Bahnhöfen in ländlichen Regionen eingesetzt werde. Davon wird nun der Bahnhof Otting-Weilheim profitieren, der ursprünglich für das Bundes-Förderprogramm „Tausend Bahnhöfe“ gemeldet worden war. Weil die Station jedoch durchschnittlich weniger als 1.000 Reisende pro Tag aufweise, sei hier die Förderung des Bahnhofs hinsichtlich der Herstellung der Barrierefreiheit nicht in Betracht gekommen, so Lange weiter. Umso mehr freue er sich nun über die Zusage der Bahn für die weitere Qualitätssteigerung des für den nordöstlichen Landkreises wichtigen Haltepunktes, der in die Verkehrsverbünde Nürnberg und Augsburg eingebunden ist.

Bereits 2016 wurde der Bahnhof auf Initiative der „IG Heimatbahnhof Otting-Weilheim“ mit einer barrierefreien Wartehalle und öffentlichen Toiletten ausgestattet. Zentrales Ziel wird nun sein, dass die gesamte für den Personenverkehr relevante Bahnanlage ohne Hindernisse für alle Reisende nutzbar sein wird.

„Dass wir aus Bundesmitteln im Rahmen des Klimaschutzprogramms aufgrund der maßgeblichen Unterstützung unseres Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange die vollständige Herstellung der Barrierefreiheit für unseren Bahnhof erhalten, erfüllt sich nun ein großer Wunsch unserer kommunalen IG“, sagt deren Sprecher Gottfried Hänsel. So erfahre die Station eine spürbare Aufwertung als barrierefreier Bahnhalt zwischen Donauwörth und Treuchtlingen an der Magistralen Wien-Berlin. Es werde sich nun noch mehr lohnen, auf die umweltfreundliche Mobilität der Bahn umzusteigen, so Kreisrat Hänsel.

 Auch der Bürgermeister der Stadt Monheim Günther Pfefferer freut sich: "Dies ist ein enorm wichtiger Meilenstein für die Zukunft unseres Heimatbahnhofes!“ Für ihn stellt der Umbau eine zwingend notwendige Unterstützung von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, Familien mit Kinderwagen oder auch Reisenden mit schweren Gepäckstücken und Radfahrern dar.

Anwesend waren auch die Bürgermeister Johann Bernreuther (Otting), Dr. Martin Drexler (Wemding) und Heinz Meyer (Polsingen), die sich allesamt hocherfreut und dankbar äußersten. Für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ist der schienengebundene öffentliche Personennahverkehr ein prioritäres Anliegen. „Mir liegt besonders am Herzen, dass Bahnhöfe in ländlichen und kleinstädtisch geprägten Räumen attraktiver und für Menschen mit Behinderung zugänglicher werden. (pm)