16. Oktober 2017, 11:26

Barbara Stamm zu Gast in Eisbrunn

Das Bild zeigt von links nach rechts: Claudia Marb, Wolfgang Fackler, Wolfgang Kilian, Barbara Stamm, Peter Schiele, Wolfgang Stolz, Erich Reichenmeier, Franz Ost jun., Dr. Gerhard Hobelsberger, Elisabeth Trüdinger und Tobias Eska . Bild: Eska Johann
Die Lösung für die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft liegen in gemeinsamem Engagement und den Grundmaximen der CSU-Politik.
 

Harburg - Die Moderne wartet in allen Bereichen mit
Die Lösung für die Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft liegen in gemeinsamem Engagement und den Grundmaximen der CSU-Politik.
Harburg - Die Moderne wartet in allen Bereichen mit neuen Herausforderungen auf und macht dabei auch (oder gerade) vor der Politik keinen Halt. Aus diesem Grund hatten die CSU Harburg, die CSU Donau-Ries, die Frauen Union, die Junge Union sowie der CSU-Arbeitskreis „Schule, Bildung, Sport“ Donau-Ries zu einem Themenabend geladen, der sich genau damit beschäftigte. Als Referentin war Barbara Stamm, MdL, Präsidentin des Bayerischen Landtags, in die Waldschänke Eisbrunn gekommen. Vor etwa 250 Zuhörern im vollbesetzten Gastraum geht sie auf die vergangenen Jahrzehnte der Politik ein, will aber auch auf die Zukunft sowie die Herausforderungen für die Demokratie zu sprechen kommen.
In ihrem Rückblick geht sie auf die demokratischen Entwicklungen in Bayern ein, die nach den Schrecken des ersten Weltkriegs wieder eingerichtet wurden und inzwischen ihr 70-jähriges Jubiläum gefeiert haben. Dabei geht Barbara Stamm vor allem auf die bayerische Verfassung ein, die ein Resultat der „Lehren aus der Weimarer Verfassung“ war. „Auf diese große Erfolgsgeschichte können die Menschen in Bayern heute stolz sein“ und „Die Demokratie ist auch aus diesem Grund in Bayern akut nicht in Gefahr, ganz im Gegenteil – trotz manch beunruhigender Wahlergebnisse“, macht die Landtagspräsidentin dabei deutlich.
Doch trotz wirtschaftlicher Stärke und einer echten Kulturblüte gebe es Herausforderungen für eine funktionierende Demokratie. Ehrenamtliches Engagement der Einzelnen, demographischer Wandel, vermehrte Zuwanderung, der internationale Terrorismus, der auch in Bayern angekommen sei, seien Beispiele für die Themen, die die heutige Zeit und damit die Politik beträfen. In gerade diesen schwierigen Zeiten versuche der Populismus, „die Menschen mit einfachen Parolen und den Forderungen nach simplen, undemokratischen Mitteln für sich zu gewinnen“, warnte die CSU-Spitzenpolitikerin eindringlich. Die Gefahr für eine demokratische Gesellschaft, welche von links und rechts drohe, dürfe man niemals auf die leichte Schulter nehmen.
Um sich dagegen für die bestehende Demokratie einzusetzen, müsse sich der Einzelne engagieren; gerade der Jugend müsse vermittelt werden, dass sich der Einsatz lohne. „Die Politik ist eine Einladung an alle Menschen, um mitzumachen, mitzugestalten und mitzuentscheiden. Politik ist kein Club alter Herren!“, appellierte Barbara Stamm dabei in Richtung der jungen Generation. Gerade die Junge Union sei thematisch und personell wichtig für die Zukunft der CSU und der Demokratie. In besonderem Maße gelte das zudem gerade für die jungen Frauen, die in der Politik oftmals noch zu suchen seien.
Alle gemeinsam seien sie gefragt, wenn es um die Zukunft, um die Herausforderungen gehe, die derzeit auf der Gesellschaft lasten, aber durch die gelebte Maxime „Näher am Menschen“ könne die CSU in ihrer Gesamtheit diese meistern; davon zeigte sich die Landtagspräsidentin überzeugt.
Diese Rückbesinnung auf die Grundwerte der CSU war auch ein Anliegen der vielen Gäste aus dem Landkreis, das bei der anschließenden Diskussion zum Ausdruck kam, ganz gleich ob es dabei um Integration und Leitkultur, den Donauauen-Nationalpark, den Flächenverbrauch oder den Umgang mit der Rente bei den Landwirtinnen ging. (pm)