19. November 2018, 10:13

Endstand Platz drei

Bester Punktesammler des Wettkampfes: Florian Lindner, hier am Barren. Bild: Michael Hitzler
Monheim erkämpft sich in einer spannenden Begegnung mit Tabellennachbar Heidelberg einen 38:30-Sieg.
Monheim - Es war erneut spannend bis zum Schluss und wieder einmal behielten die Monheimer die Nerven. Duelle gegen Heidelberg hatten in der Vergangenheit schon häufig besten Unterhaltungswert, bei denen die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. So auch dieses Mal beim letzten Wettkampf der Saison, den die Donau-Rieser schließlich mit 38:30 gewannen. Durch diesen Erfolg schloss der letztjährige Erstligist die Saison doch noch auf dem dritten Platz ab.
Dabei hatte es am Boden nicht besonders gut für Monheim begonnen. Offensichtlich schien der Respekt vor den Gästen recht groß zu sein, denn die Hausherren leisteten sich drei Stürze und verloren gegen solide Heidelberger das Bodenturnen mit 0:9. Auch am Pferd konnten die Monheimer zunächst ihre Nervosität nicht ablegen, so dass sie zwischenzeitlich sogar mit 0:15 in Rückstand gerieten. Erst Florian Lindner und Jan Lederer holten die ersten Punkte und verkürzten das Ergebnis auf 8:15. Dies war die Initialzündung für eine starke Phase der Monheimer. Sehr souverän zeigten die Gastgeber ihre Ringeübungen, was ihnen folgerichtig einen deutlichen Gerätegewinn und sogar die Pausenführung von 20:18 einbrachte. Am Sprung folgte dann eine Saisonpremiere. Zum ersten Mal gelang den Monheimern in diesem Jahr der Gewinn der Sprungwertung, wobei sie vor allem bei drei von vier Duellen vom höheren Ausgangswert profitierten. Am Barren bauten Lukas Schlotterer und Florian Lindner den Vorsprung zunächst weiter aus. Als Julius Rabenstein allerdings ein grober Fehler unterlief, war Heidelberg in Person von Daniel Morres sofort mit fünf Punkten zur Stelle. Im abschließenden Duell konnte Artjem Weimer etwas überraschend ein Unentschieden gegen Jimmy Verbaeys erturnen, obwohl der Heidelberger eine starke Übung mit deutlich
höherem Ausgang zeigte. Somit betrug der Vorsprung vor dem Reck noch sechs Punkte. Monheim präsentierte sich weiterhin souverän und erhöhte vor den beiden letzten Duellen auf 34:27. Die Heidelberger versuchten nochmal Druck aufzubauen, indem sie im dritten Duell ihren stärksten Turner setzten. Doch Norik Friedel konterte die Vorlage durch eine solide Vorstellung, so dass er nur drei Punkte den Gästen überlassen musste. Mit fünf Punkten im letzten Duell hätte Heidelberg noch an Monheim vorbeiziehen können. Allerdings ließ Robert Alexandru-Pasca gegen Marvin Rauprich nichts mehr anbrennen und sicherte sich den Sieg für seine Mannschaft. Außerdem belegte er mit neun Punkten Platz zwei der Topscorerwertung und musste nur Florian Lindner mit 13 Punkten hinter sich lassen. Damit erreichte der Rumäne als bester Monheimer den dritten Platz in der Saisongesamtwertung.
Auch wenn die Qualifikation für das Aufstiegsfinale am 08. Dezember in eigener Halle bereits vor dem Wettkampf verpasst worden war, unterstützten die eigenen Fans die Turner leidenschaftlich und lautstark. Ihnen gebührt ein großer Anteil daran, dass die Mannschaft den Vorsprung ins Ziel brachte. Unter ihnen befand sich auch Monheims langjähriger Bundesligaturner Charley Malewschik aus Brasilien, der zur Zeit in Monheim zu Besuch ist. An alle Zuschauer ergeht von Seiten des TSV Monheim ein herzlicher Dank für die großartige Unterstützung der Turner in dieser schwierigen Saison, die durch eine umfassende Verletzungsproblematik geprägt war. Die Turner haben jedenfalls versucht, durch maximale Einsatzbereitschaft davon etwas zurückzugeben.
Erfreulicherweise feierte zuvor Monheims zweite Mannschaft in der 3. Bundesliga Süd einen souveränen 44:28-Erfolg gegen Unterföhring. Voller Stolz kann sie damit auf eine starke Saison und Platz vier zurückblicken. (pm)