2. April 2020, 10:01

Geschäftsbericht der Sparkasse Donauwörth

Die Sparkasse in Donauwörth. Bild: Matthias Stark
Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen beschäftigen die Menschen und die Unternehmen in der Region sehr intensiv. Dies stellt auch die Geldinstitute vor große Herausforderungen.

„Wir werden die Grundversorgung mit zentralen Finanzdienstleistungen in allen Geschäftsstellen der Sparkasse Donauwörth sicherstellen“, so der Vorstandsvorsitzende, Johann Natzer. „Wir haben diese zwar zum Schutz unserer Kunden und Mitarbeiter nicht mehr für den Publikumsverkehr geöffnet, persönliche Gesprächstermine sind aber nach vorheriger Vereinbarung jederzeit möglich. Ebenso stehen die SB-Bereiche aller Geschäftsstellen uneingeschränkt zur Verfügung. Damit das Ansteckungsrisiko minimiert werden kann, empfehlen wir kontaktlose Zahlungen mit Karte oder Smartphone“. 

„Insbesondere Gewerbebetriebe, Freiberufler und Handwerker, die von den Folgen der wirtschaftlichen Einschränkungen besonders betroffen sind, haben jetzt vermehrten Gesprächsbedarf. Durch die von Bund und Land aufgelegten Finanzhilfe-Programme können wir den Unternehmen Kredite zur Liquiditätsüberbrückung einräumen“, so Natzer weiter. „Das erfordert von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen hohen persönlichen Einsatz sowie unternehmerisches Handeln jenseits der gewohnten Verfahren. Für uns ist es wichtig, dass die Hilfen schnell und wirksam bei den wirklich Betroffenen ankommen“.

Über die Internet-Seite www.sparkasse-donauwoerth.de informiert die Sparkasse Donauwörth ihre Kunden tagesaktuell über die Fördermöglichkeiten. Anträge dazu können ebenfalls über das Internet gestellt werden. „Wir werden uns um jede Anfrage kümmern und mit den Kunden das konkrete Vorgehen klären“ so Vorstandsmitglied Michael Scholz. Privatkunden können ebenfalls über das Internet die Stundung ihrer Darlehensraten für bis zu drei Monate beantragen, sofern sie durch die Corona-Pandemie vorübergehend weniger Einnahmen haben.

Geschäftsbericht 2019

Damit die Sparkasse Donauwörth ihre Kunden auch in der momentanen Krise begleiten kann, braucht es ein gutes wirtschaftliches Fundament der Sparkasse. Die Vorstände der Sparkasse Donauwörth, Johann Natzer und Michael Scholz, berichten von einem stabilen Geschäftsjahr 2019, das für ein gutes Fundament für die Herausforderungen des Corona-Jahres 2020 sorgt. Konkret stellt die Sparkasse Donauwörth fest, dass die Bilanzsumme abermals um 48 Mio. Euro (+ 3,9 Prozent) auf 1,27 Mrd. Euro gestiegen ist. Das Kundenvolumen (alle Geschäfte, die Kunden mit der Sparkasse tätigen: Vermögensanlagen, Wertpapiere, Kredite und Avale), erhöhte sich um 156 Mio. Euro auf 2,35 Mrd. Euro (+ 7,1 Prozent).

Das Wachstum des Geschäftsvolumens zeigt, dass die Sparkasse Donauwörth auch 2019 mit ihrem Angebot viele Menschen davon überzeugen konnte, ihre Finanzfragen mit uns zu lösen“, so der Vorstandsvorsitzende weiter. „So wurden zum Beispiel an jedem Arbeitstag des vergangenen Jahres Kredite von rund 750.000 Euro zugesagt und Wertpapiere im Wert von rund 250.000 Euro von unseren Kunden gekauft“.

Insgesamt erhöhten sich die Kundeneinlagen um 5,1 Prozent, die Wertpapierbestände um 58 Mio. Euro (+ 26,3 Prozent), zu einem Gesamtvolumen von knapp 1,29 Mrd. Euro. Der Bestand an Ausleihungen wuchs um 43 Mio. Euro oder 5,3 Prozent (Bayern: + 4,7 Prozent) auf 859 Mio. Euro. Für neue Kredite gab die Sparkasse Donauwörth Zusagen in Höhe von 180 Mio. Euro (- 6,3 Prozent).

2019 wurden über die Sparkasse Donauwörth Bausparverträge mit einer Summe von knapp 37 Mio. Euro bei der LBS Bayern abgeschlossen. Vor allem Baufinanzierungen, bei denen niedrige Zinsen für einen langfristigen Zeitraum gesichert werden können, waren der Grund dafür. Nach wie vor im Trend lag bei unseren Kunden auch das umfassende Angebot an Sach-, Rechtsschutz- und Lebensversicherungen über die Versicherungskammer Bayern. Mittlerweile betreut die Sparkasse Donauwörth rund 21.400 Versicherungsverträge. Das erneute Wachstum bestätigt die hohe Kundenzufriedenheit in der Beratung und bei Schadensfällen.

Die Zahl an vermittelten Immobilien blieb ebenfalls im vergangenen Jahr stabil. Insgesamt 75 Immobilien fanden einen neuen Eigentümer und 24 Mieter eine neue Wohnung mit Hilfe der Sparkasse Donauwörth. In der Gewinn- und Verlustrechnung kann die Sparkasse Donauwörth einen Zinsüberschuss von 18,4 Mio. Euro ausweisen (- 0,9 Prozent). Positiv entwickelte sich im Jahr 2019 der Provisionsüberschuss.

Ausschlaggebend waren hierfür die guten Vermittlungsergebnisse bei Immobilien, Versicherungen und Wertpapieren. Trotz der etwas gestiegenen Personal- und sonstigen Verwaltungsaufwendungen weist die Sparkasse Donauwörth für das Geschäftsjahr 2019 einen Bilanzgewinn von 1,67 Mio. Euro (Vorjahr: 1,52 Mio. Euro) aus. Das bilanzielle Eigenkapital stieg auf 124,1 Mio. Euro (entspricht 9,8 Prozent der Bilanzsumme).

Ausbildung bei der Sparkasse bleibt beliebt

Die Ausbildung bei der Sparkasse Donauwörth zur Bankkauffrau bzw. zum Bankkaufmann hat nach wie vor einen hohen Stellenwert. Im Ausbildungsjahr 2019/20 konnten sieben Bankkaufleute erfolgreich ihre Ausbildung beenden. Unverändert kann die Sparkasse Donauwörth die notwendige Anzahl junger Menschen für eine Ausbildung gewinnen. Im September 2019 begannen acht junge Menschen ihre Ausbildung bei der Sparkasse Donauwörth. Die Mitarbeiterzahl mit rund 250 Personen hat sich auch 2019 kaum verändert. 

Die Sparkasse Donauwörth bleibt weiterhin „1-VORAUS“. An dem seit 2007 bestehenden Wettbewerb werden die rund 400 Sparkassen in ganz Deutschland in ihren Vertriebsleistungen und der Kundenzufriedenheit bewertet und die allerbesten davon ausgezeichnet. Durch die hohe Qualität in beiden Kriterien belegte die Sparkasse Donauwörth den zweiten Platz im Ranking aller 64 Sparkassen in Bayern. Bereits zum elften Mal wurde der Sparkasse Donauwörth deshalb die 1-VORAUS-Auszeichnung verliehen.

Die Sparkasse Donauwörth beweist auch Herz für großes und vielseitiges gesellschaftliches Engagement. Gemeinnützige Vereine und Organisationen wurden mit Einzelspenden, Erträgnissen aus der „Stiftung der Sparkasse Donauwörth“ und der „Stiftung Lebendiges Donau-Ries der Sparkasse Donauwörth“, über Sponsoring sowie über den Reinertrag des PS Sparen und Gewinnen in einer Höhe von insgesamt rund 217.000 Euro gefördert.

Besonders beliebt bei den Kunden ist das PS-Los-Sparen, eine Kombination aus Sparen, Lotterie und Gemeinwohlförderung. 2019 wurde 7.794-mal ein Gewinn mit einer Gesamtsumme von 94.740 Euro an die PS-Los-Kunden der Sparkasse Donauwörth ausbezahlt. Beim PS-Los-Sparen gewinnen aber vor allem auch Vereine, Kindergärten, Schulen und viele weitere gemeinnützige Organisationen in unserem Geschäftsgebiet: Von dem einen Euro, der monatlich in die Lostrommel wandert, werden fünfundzwanzig Cent für gemeinnützige Zwecke verwandt. 2019 waren das 43.619,27 Euro, die an 52 gemeinnützige Organisationen überwiesen werden konnten. 

Die Sparkasse Donauwörth dankt allen Kundinnen und Kunden, die ihr in 2019 ihr Vertrauen schenkten und vor allem den 15.804 PS-Los-Sparern, die mit ihrem Loskauf das Gemeinwohl förderten. (pm)