11. Dezember 2018, 12:31

Rößle gibt "Sparkasse Nordschwaben" nicht auf

. Bild: Sparkasse Nördlingen
Die Sparkassen Donauwörth und Dillingen buhlen um Nördlingen. Nun entscheidet sich die Nördlinger Sparkasse für Dillingen und schlägt das Angebot aus Donauwörth aus. Landrat Stefan Rößle hat aber die Sparkasse Nordschwaben noch nicht aufgegeben.

„Dillingen hat bewiesen,  dass es Nördlingen wirklich will und ein sehr attraktives Angebot vorgelegt,“ so Landrat Stefan Rößle. Er stellte nochmals klar, dass die Struktur mit den kleinen Sparkassen nicht mehr zukunftsfähig ist und Fusionen nötig sind. Allerdings stehe für ihn die Einheit des Landkreises an erster Stelle. „Wir wollen den Landkreis in Sachen Sparkassen nicht zerreißen. Deshalb plädiere ich weiter für eine Lösung mit den drei Sparkassen Donauwörth, Nördlingen und Dillingen,“ so der Landrat.

Die Verhandlungen über eine Fusion der drei Sparkassen waren an der Frage gescheitert, ob der Handelsrechtliche Sitz der Sparkasse Nordschwaben in Dillingen oder Donauwörth sein sollte. Da hier keine Einigung erzielt werden konnte, legten beide Banken Angebote an die Sparkasse Nördlingen vor. „In dem Angebot der Dillinger zeigt sich, dass der Sitz keine wirklichen Vorteile mit sich bringt", so der Landrat. Es käme vielmehr auf die weiteren Vereinbarungen an. So bekäme Nördlingen von Dillingen im Falle einer Fusion entsprechende Garantien, dass in der Riesmetropole weiterhin Vorstände sitzen und Kompetenzen gebündelt werden. "Kurzum: Nördlingen wird dadurch gestärkt“, ist Stefan Rößle sicher. Für den Landrat wäre eine solche Vereinbarung auch mit Donauwörth denkbar: „Donauwörth könnte auf den Handelsrechtlichen Sitz verzichten und diesen Zugunsten von Dillingen abgeben. In den folgenden Vereinbarungen könnte die Sparkasse schließlich drei Hauptsitze mit Dillingen, Donauwörth und Nördlingen haben.“ Rößle stellt nochmal klar. „Das ist meine favorisierte Lösung. Eine Sparkasse Donau-Ries geht einfach nicht.“

Heute tagt der Verwaltungsrat in Donauwörth

Heute Nachmittag tagt in Donauwörth der Verwaltungsrat der Sparkasse Donauwörth. Die Sitzung sei nicht kurzfristig angesetzt worden, sondern es handle sich um die turnusmäßige Sitzung, erklärt Armin Neudert auf Nachfrage von Donau-Ries-Aktuell. Zu den Inhalten hält er sich noch bedeckt. „Wir werden die Entscheidung aus Nördlingen diskutieren und daraus unsere Schlüsse ziehen,“ so der Donauwörther Oberbürgermeister. Er betonte nochmals, dass die Sparkasse Donauwörth keinen Zwang zur Fusion habe und wirtschaftlich gut dastehe. Die konkrete Nachfrage, ob die Sparkasse nochmals ein Angebot vorlege, lies er offen: „Mal sehen, was heute im Verwaltungsrat beschlossen wird“.