9. Juli 2019, 14:35

Strenesse meldet erneut Insolvenz an

Luftbild der Strenesse New GmbH. Bild: Georg Lindner
Nachdem das Unternehmen bereits im Jahr 2014 zum ersten Mal Insolvenz angemeldet hat, muss das Unternehmen nun ein zweites Mal diesen Schritt machen.

Die Strenesse New GmbH hat in den letzten Monaten eine Vielzahl von Weichenstellungen getroffen, um sich im Markt wieder als erfolgreiche internationale Premiummarke zu positionieren. Die Produktlinie und die Designsprache wurden deutlich erneuert, die „DNA“ der Marke weiterentwickelt und modernisiert.
Die Neuerung in der Kollektion liefert aktuell bereits die saisonal unabhängige „Iconic“-Linie sowie die Spring/Summer 2020 Kollektion, die ab Oktober für Endverbraucher erhältlich sein wird.

Im Zuge eines Effizienz- und Digitalisierungsprojekts wurden sukzessive die IT-Infrastruktur, die Lagerlogistik sowie die Produktentwicklung neu aufgesetzt. Der Relaunch des Onlinestores Mitte Mai eröffnet der Strenesse New GmbH zudem neue internationale Absatzstrukturen.

Als nur bedingt anpassungsfähig haben sich die übernommenen Betriebs- und Vertriebsstrukturen der ehemaligen Strenesse AG erwiesen. Die Geschäftsführerin Micaela Sabatier erklärt hierzu: „Die Eigenverwaltung eröffnet uns die Chance, die aus der Vergangenheit übernommenen Belastungen und Verpflichtungen anzupassen.“

Die Kollektionsentwicklung, die Produktion und die Auslieferungen werden nahtlos und ohne Beeinträchtigungen fortgeführt. Strenesse wird konsequent seinen hohen Ansprüchen an Design und Qualität treu bleiben.

Micaela Sabatier verantwortet als Geschäftsführerin weiterhin den operativen Bereich. Sie wird in der Geschäftsleitung unterstützt vom sanierungserfahrenen
Dr. Hubert Ampferl, Dr. Beck & Kollegen, der für die Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen zuständig ist. Zum vorläufigen Sachwalter wurde der in Eigenverwaltungsverfahren versierte und renommierte Rechtsanwalt Prof. Dr. Martin Hörmann, anchor Rechtsanwälte, Augsburg, bestellt. (pm)