7. August 2020, 10:03

Hospizkurs abgeschlossen

Vorne von links: Helga Dettweiler, Bianca Glasse. 2. Reihe v. links: Waltraud Seidl, Evi Wenninger, Elisabeth Hinterberger. Hintere Reihe v. links: Almut Melzer, Stefan Fiedler, Karoline Gros, Richard Schuster, Indah Kuhn. Das Bild entstand vor Corona.
Bild: Hospizgruppe
Sieben mutige Frauen und zwei Männer stellten sich den Themen der Lebens- und Sterbebegleitung in einem 90-stündigen Seminar und sind jetzt ehrenamtliche Hospizbegleiter/-innen..

Am Ende zählt der Mensch. Der Mensch, für den das Leben zu Ende geht. Ob aufgrund einer unheilbaren Erkrankung oder aufgrund des natürlichen Alterungs- und damit Sterbeprozesses. Für die meisten sterbenden Menschen zählt am Ende oft nur er selbst. „Was werde ich hinterlassen, was habe ich aus meinem Leben gemacht, was bleibt von mir?“, und die Sorge um die Angehörigen. Diese Fragen sind oft Gesprächsthemen mit den Hospizbegleiter*innen, wenn sie zu Schwerkranken gerufen werden.

In einem Seminar zur Lebens- und Sterbebegleitung erfahren die Kursteilnehmer*innen, wie sie auf diese und ähnliche Fragen mit den Betroffenen ins Gespräch kommen können. Da sein, die Situation mit aushalten ohne Ratschläge zu erteilen, gibt Sterbenden und oft auch den Angehörigen Sicherheit und Vertrauen, um diese schwere Zeit des Abschieds vom Leben durchzustehen.

Sieben mutige Frauen und zwei Männer stellten sich den Themen der Lebens- und Sterbebegleitung in einem 90-stündigen Seminar. Jetzt nach Abschluss des theoretischen Teils waren sich alle Teilnehmer einig über die wertvollen Erfahrungen und Erkenntnisse während dieser Zeit. „Der Kurs war auch für uns persönlich eine Bereicherung“, so die künftigen ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen.

Lebensthemen wie Spiritualität, Religion, Kommunikation, Biographiearbeit, Trauer und sich einlassen auf die eigenen Erfahrungen mit Sterben, Tod und Trauer sind Grundlagen der Ausbildung. Die Kursteilnehmer*innen gehen nun gut gerüstet in die Praktikumseinsätze (20 Stunden) und freuen sich danach für eine Sterbebegleitung im Krankenhaus, Pflegeheim oder bei den Familien zuhause angefragt zu werden.

Die Hospizgruppe ist stolz auf ihre neuen Ehrenamtlichen und wünscht ihnen Mut und Freude bei ihren künftigen Einsätzen. Am Ende zählt der Mensch. (pm)

Weitere Informationen

Bei Interesse an der Ausbildung zur Hospizbegleitung melden Sie sich bitte unter:

Telefon 0906 / 700 1641

E-Mail: kontakt@hospizgruppe-donau-ries.de

www.hospizgruppe-donau-ries.de

Höchstteilnehmerzahl: 10, Kursbeginn geplant im November 2020