20. März 2021, 07:58
Polizeieinsatz

Polizei findet fünf illegale Einwanderer auf Lkw-Ladefläche

Symbolbild Bild: Polizei Bayern
Nachdem er seinen Lkw auf dem Betriebsgelände parkte, stellte ein Lkw-Fahrer fest, dass sich der Anhänger leicht bewegte. Der Fahrer vermutete, dass sich Personen auf der Ladefläche seines Anhängers versteckt hielten.

Am Donnerstagnachmittag bekam die Polizeiinspektion Rain den Hinweis, dass sich illegale Einwanderer auf der Ladefläche eines Lkw befinden sollen. Ein Lkw-Fahrer wollte Mais zu einen Tierfutterbetrieb in Holzheim liefern.

Nachdem er seinen Lkw auf dem Betriebsgelände parkte, stellte er fest, dass sich der Anhänger leicht bewegte. Der Fahrer vermutete, dass sich Personen auf der Ladefläche seines Anhängers versteckt hielten. Er kontaktierte umgehend seinen Auftraggeber, welcher wiederrum die Firma in Holzheim verständigte.

Nachdem die Polizeiinspektion Rain über die Sache Kenntnis erlangt hatte, fuhren zunächst zwei Beamte nach Holzheim. Von der Streifenbesatzung wurde festgestellt, dass sich fünf illegale Einwanderer auf der Ladefläche befanden. Bei den Personen handelte es sich um vier Männer aus Afghanistan und eine Frau aus Syrien.

Bevor die Personen zur PI Rain gebracht wurden, war eine Ärztin aus Rain bereit, bei den Einwanderern COVID- Schnelltests vor Ort durchzuführen. Da alle Schnelltests negativ waren, wurden die Personen zur PI Rain gebracht. Da eine Person noch nicht volljährig war, wurde das Jugendamt informiert. Des Weiteren wurden Dolmetscher für die Vernehmungen bestellt und das Ankerzentrum in Augsburg kontaktiert.

Von den Personen wurde berichtet, dass sie vor ca. zwei Tagen in Rumänien auf die Ladefläche des Lkw- Anhängers gestiegen sind und dann über Ungarn und Österreich nach Deutschland einreisten. Zuvor hielten sie sich monatelang in der Türkei und Griechenland auf. Alle fünf Personen wollten kein Asyl in Deutschland beantragen, sie wollten nur weiter nach Belgien. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen, wurden vier Personen dem Ankerzentrum Augsburg überstellt. Der minderjährige Jugendliche wurde in die Obhut des Kreisjugendamtes übergeben. (pm)