14. Oktober 2019, 14:36

Polizei muss mehrmals ausrücken

Bild: pixabay
Mehrere Einsätze hatte die Donauwörther Polizeiinspektion am Wochenende im Rahmen des dortigen „Oktoberfestes“ rund um den ehemaligen Schwabenhallenparkplatz zu verzeichnen.

Neben der bereits gemeldeten (immer noch nicht geklärten) Motorrad-Unfallflucht mit einem Schwerverletzen auf der Bahnhofstraße kam es unter anderem zu mehreren Fundunterschlagungen, weil aufgefundene Mobiltelefone entweder gar nicht oder Geldbörsen erst nach Entnahme des Bargelds abgegeben wurden.

In der Nacht zum Samstag kam es des Weiteren zu einem Streit zwischen einer Gruppe um einen 20-jährigen Studenten aus Donauwörth und mehreren Schaustellern, der gegen Ende handgreiflich wurde. Ein 37-jähriger Schausteller aus dem angrenzenden Ostalbkreis schlug dabei dem Studenten mit einem Handbesen derart auf den Schädel, dass dieser mit einer stark blutenden Kopfplatzwunde per Rettungsdienst in die Donau-Ries-Klinik nach Donauwörth gebracht werden musste. Die Ursache des Streits ließ sich auch durch die eingesetzten Beamten nicht zweifelsfrei klären. Anzumerken bleibt, dass bei den Einsätzen Alkoholwerte von teils deutlich über 2 Promille gemessen wurden.

In einem weiteren Einsatz in der Nacht zum Samstag wollte ein 26-jähriger Donauwörther seine alkoholbedinge Abweisung am Festzelt nicht akzeptieren. Er wurde gegen die eingesetzten Sicherheitskräfte handgreiflich, konnte jedoch schließlich von diesen überwältigt werden. Wenig später zog der Mann ein mitgebrachtes Einhandmesser und bedrohte damit die 46-jährige Kassenkraft eines nahestehenden Kinderkarussells. Auch gegenüber den inzwischen eingetroffenen Polizeistreifen war der 26-Jährige äußerst aggressiv und widersetzte sich deren Maßnahmen mit Gewalt. Da der offenkundig alkoholisierte Mann einen freiwilligen Alkoholtest verweigerte und zudem angab, unter der Wirkung von Medikamenten und Betäubungsmitteln zu stehen, wurde von der zuständigen Staatsanwaltschaft Augsburg eine Blutentnahme angeordnet. Gegen den Donauwörther wird nun unter anderem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz, Bedrohung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. (pm)