8. Juli 2020, 11:15

Vandalismus: Jugendliche müssen sich für wegen Straftaten verantworten

Symbolbild Bild: pixabay
Für die Sachbeschädigungsserie in Donauwörther sollen zwei 15-jährige Buben und ein 14-jähriges Mädchen verantwortlich sein. Außerdem ergab sich im Rahmen der Ermittlungen, dass das Trio zahlreiche weitere Delikte in den vergangenen Wochen begangen haben soll.

Am gestrigen 07.07.2020, um 17.40 Uhr, erkannte ein Polizeibeamter der PI Donauwörth einen der Tatverdächtigen der Riedlinger Vandalismusserie. Der 15-jährige stand zu diesem Zeitpunkt zufällig an der Neurieder Straße in der Schlange vor einem Imbiss, als der Beamte an diesem vorbeifuhr. Aufgrund einer Ähnlichkeit des Jugendlichen mit Videoaufnahmen der Taten vorangegangener Nächte entschloss sich der Beamte, den jungen Mann zu kontrollieren. Hierbei erhärtete sich der Verdacht.

Auf der Wache zeigte sich dann ein Zusammenhang mit weiteren Taten: Gegen das aus Donauwörth stammende Trio - zwei männliche 15-Jährige und eine weibliche 14-Jährige in wechselseitiger Zusammensetzung - bildete sich im Rahmen polizeilicher Ermittlungen noch am Abend ein dringender Tatverdacht nicht nur für die Vandalismusserie der vergangenen Tage im Ortsteil verantwortlich zu sein, sondern für zahlreiche weitere Straftaten, die in den letzten drei Wochen im gesamten Stadtgebiet verübt wurden. Dies betrifft unter anderem die massiven Beschädigungen eines Linienbusses in der Parkstadt sowie mehrerer im Umfeld geparkter Kraftfahrzeuge und das zweimalige Zerstören der Scheiben eines Gefahrguttransporters auf dem Baywa-Betriebsgelände am Neurieder Weg. An einem geparkten Cabrio in der Joseph-Gänsler-Straße sind die Jugendlichen verdächtig, das Verdeck aufgeschnitten zu haben, aus einem im Nahbereich geparkten Mercedes wurde nach dem Einwerfen der Seitenscheibe das Autoradio gestohlen. Im alten Sträßle sowie am Kesseldamm und vor dem Kindergarten eines Industriebetriebes wurden mehrere Pkw und Transportfahrzeuge „entglast“. Auch der Einbruch in ein verschlossenes Baggerseehaus im Riedlinger Naherholungsgebiet, das Abfackeln eines weiteren Benzinrasenmähers, das in Brand setzen eines Gartenhäuschens sowie das Herausreißen von Straßenleitpfosten in der Industriestraße vorvergangene Woche gehen ersten Ermittlungen zufolge auf das Konto der Gruppe. Hier erfolgte aus ermittlungstaktischen Gründen bislang noch keine Öffentlichkeitsmeldung. In mehreren Fällen erfolgte zudem eine Anzeige der jeweiligen Geschädigten mit deutlichem Zeitverzug.

Keiner der drei Jugendlichen ist bislang polizeilich in Erscheinung getreten. Die Serie begann dem Vernehmen nach mit dem Einwerfen der Scheibe eines im Stadtbereich geparkten Schrottfahrzeuges uns steigerte sich dann in der Intensität.
Laut ersten Schätzungen beläuft sich der durch die Taten entstandene Sach- und Vermögensschaden auf einen mittleren fünfstelligen Betrag. Das polizeiliche Ermittlungsverfahren bei der Donauwörther Inspektion lautet nun unter anderem auf mehrfache Brandstiftung, besonders schweren Fall des Diebstahls, Einbruchsdiebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch.

Im Rahmen weiterer Ermittlungen wird nun seitens der Beamten die jeweilige Tatbeteiligung geklärt. Hierzu werden zahlreiche Spuren ausgewertet und Vernehmungen durchgeführt. (pm)