Ein 76-Jähriger war im Wohnmobil auf der St 2027 von Mertingen in Richtung Lauterbach unterwegs, als er Rauch aus dem Motorraum feststellte. Der Fahrer hielt das Fahrzeug umgehend an und baute geistesgegenwärtig die mitgeführte Gasflasche aus, um ein Übergreifen der Flammen oder eine Explosion zu verhindern.
Beim Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Mertingen stand das Wohnmobil bereits in Vollbrand. Die Einsatzkräfte konnten das Feuer löschen. Verletzt wurde niemand, weitere Fremdschäden entstanden nicht. Der Sachschaden am Wohnmobil bewegt sich um unteren fünfstelligen Bereich. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Fahrbahn war für ca. 1,5 Stunden einseitig gesperrt. Nach derzeitigem Ermittlungsstand ist von einem technischen Defekt als Brandursache auszugehen.
Während der Absicherungs- und Löscharbeiten der Feuerwehr passierte ein 20-jähriger Verkehrsteilnehmer mit seiner 18-jährigen Beifahrerin, die Einsatzstelle. Die anwesenden Beamten bemerkten, dass die Beifahrerin mit ihrem Mobiltelefon das Geschehen an der Brandstelle filmte.
Gegen die junge Frau wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen eingeleitet. Da die Beschuldigte keinen festen Wohnsitz in Deutschland vorweisen konnte, wurde zur Sicherung des Strafverfahrens vor Ort eine Sicherheitsleistung erhoben. (dra)