27. November 2017, 10:20

Au Pair in Kanada - 7000 Kilometer weit weg von Zuhause

Schon von Beginn an fühlte sich Anna-Lena bei ihrer Gastfamilie wohl. Bild: privat
Anna-Lena Beck aus Heroldingen arbeitet seit August in Kanada als Au Pair. Im Interview erzählt die 21-Jährige, wie es ihr bisher in ihrer neuen Familie ergangen ist. Die Fragen stellte ihr Jennifer Wagner.
Hallo Anna-Lena. Schön, dass du für ein paar Fragen Zeit hast. Stell dich doch bitte kurz unseren Lesern vor:
Hallo, ich heiße Anna-Lena Beck und bin 21 Jahre alt. Am 6. August bin ich in Kanada angekommen, um ein Jahr als Au Pair zu arbeiten. Ich werde also ziemlich sicher bis August 2018 in Kanada bleiben.
Wie bist du auf die Idee gekommen, Au Pair zu machen?
Meine Schwester hat sich 2013 schon an das Abenteuer Au Pair gewagt und war begeistert von der Erfahrung. Dazu kam, dass ich den Traum im Ausland zu leben und zu arbeiten schon über 10 Jahre hatte. Nachdem ich dann mit der BOS fertig geworden bin, war es für mich die perfekte Chance, diesen Wunsch wahr werden zu lassen.
Wie hat es mit dem Einleben in Kanada geklappt?
Sehr gut, ich hatte so gut wie keine Schwierigkeiten, mich an das kanadische Leben und den Alltag zu gewöhnen. Klar, anfangs habe ich mich etwas einsam gefühlt, aber damit habe ich auch schon vor der Reise gerechnet. Deswegen konnte ich auch das recht gut wegstecken.
Wie sieht ein typischer Tag für dich in deiner Gastfamilie aus?
An drei Tagen in der Woche klingelt der Wecker um 5.30 Uhr, dann heißt es fertigmachen, mit dem kleineren der beiden Jungs, Everton, spielen oder Bücher lesen, bevor ich dann das Frühstück für die beiden vorbereite. Nachdem sich die Elstern und der Große dann in die Arbeit und in die Schule aufgemacht haben, geht's mit Everton zu einem Programm speziell für Kinder (z. B. in die Bücherei). Um 12.00 Uhr gibt's Mittagessen und danach ist Mittagsschlaf bis ca. 15.30 Uhr. Der Rest der Familie kommt um 16.00 Uhr nach Hause und ab da heißt es dann Feierabend für mich. Meistens esse ich aber noch mit der Familie zu Abend und mache den Abwasch. Die restlichen Tage sind etwas lockerer gestaltet.
Woran musstest du dich in Kanada vor allem gewöhnen?
Daran, dass man sogar im Supermarkt gefragt wird, wie es einem geht. Grundsätzlich an die Freundlichkeit, mit der Fremde sich begegnen.
Was gefällt dir besonders gut?
Ich mag die Sprache und die Offenheit der Menschen. Dadurch, dass Toronto sehr multikulturell ist, fühlt man sich sofort aufgenommen. Und, dass man sich durch die Anordnung der Straßen super zurechtfindet. Das erleichtert mir als Orientierungsniete echt das Leben.
Was vermisst du am meisten aus Deutschland?
Ich weiß, das ich jetzt das Klischee erfülle, aber am meisten vermisse ich meine Familie und Freunde.
Hast du irgendwelche Ratschläge für andere, die überlegen für ein Jahr als Au Pair ins Ausland zu gehen?
Wenn ihr es wirklich wollt, verfolgt euren Traum! Ich würde vorschlagen, die Reise und Familie selbst zu planen und auszusuchen. Damit garantiert ihr, dass es nach euren Vorstellungen abläuft. Klar, man hat nie eine hunderprozentige Garantie, dass alles wie erwartet abläuft, aber euer Bauchgefühl ist da ein guter Helfer. Das ist besser als jede Agentur oder Vermittlung. Schaut mal auf www.aupairworld.com vorbei und informiert euch. Über diese Seite könnt irh super leicht mit Familien in Kontakt treten.
Vielen Dank, für deine Antworten und eine schöne Zeit!