9. April 2019, 10:00

Osterbräuche

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Im Laufe der Jahrhunderte haben sich rund um das Osterfest eine Vielzahl an Osterbräuchen entwickelt. In unserem Spezial erklären wir euch, woher einige dieser Bräuche kommen.

Palmbuschen

Der Palmsonntag wird in der christlichen Kirche am Sonntag vor Ostern begangen. Erinnert wird am Palmsonntag an den Tag, als Jesus auf dem Rücken eines Esels als „Friedenskönig“ in die Stadt Jerusalem einzog und, so steht es in der Bibel, dort mit Jubel und Palmzweigen empfangen wurde. Im Judentum galt das Mittragen von Palmzweigen als Symbol der Huldigung und des Sieges. Im Gedenken an diese damalige Huldigung Jesu wird am Palmsonntag das Ritual der Palmweihe vollzogen. Während in Jerusalem, Rom und in den südlichen Ländern Palm- und Olivenzweige gesegnet werden, so sind es in nördlichen Regionen oft Zweige von Weidenkätzchen (Palmkätzchen), aber auch vom Buchsbaum oder anderen Sträuchern.

Palmesel

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Den alten Brauch, bei der Palmprozession zum Palmsonntag einen lebensgroßen Esel aus Holz mitzuführen, auf dem eine Christusfi gur aus Holz sitzt, gibt es heute nur noch in vereinzelten Gemeinden. Besonders ab dem 13. Jahrhundert gewann diese Tradition immer stärker an Bedeutung, bis die Reformation und Aufklärung aufkamen. In einigen Gemeinden wurde dieser Brauch in den letzten Jahrzehnten wiederbelebt. Statt dem Holzesel wird dort oft ein echter Esel mitgeführt, auf dem ein Priester bzw. ein Christusdarsteller reitet. In vielen Familien wird auch scherzhaft als Palmesel bezeichnet, wer am Palmsonntag als letzter morgens aufsteht.