16. April 2019, 10:00

Osterbräuche

Bild: pixabay
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich rund um das Osterfest eine Vielzahl an Osterbräuchen entwickelt. In unserem Spezial erklären wir euch, woher einige dieser Bräuche kommen.

Osterhase

Ganz genau konnte es bis heute nicht geklärt werden, woher der Brauch des Osterhasen eigentlich stammt. Eine erste schriftliche Erwähnung findet sich jedenfalls um das Jahr 1682. Aber schon auf einem Sakramentarblatt zur Osterliturgie aus dem 12. Jahrhundert sind Initialen enthalten, die mit einem Hasen verziert sind. Ebenfalls steht der Hase als Symbol für die Fruchtbarkeit und das unzerstörbare Leben, was ebenfalls auf die Auferstehung verweist. Schon der Heilige Ambrosius von Mailand (339 – 397) deutete den Schneehasen als Symbol für Verwandlung und Auferstehung, weil dieser die Farbe seines Fells wechseln konnte.

Bild: pixabay

Ostereier

Ostereier gehören bei den meisten Familien zum Osterfest dazu. Die Tradition, am Osterfest Eier zu segnen, geht weit zurück. Bereits in vorchristlicher Zeit symbolisierte das Ei das erwachende Leben und von den ersten Christen wurde es als Bild für die Auferstehung Jesu umgedeutet. Weil die Christen in der 40-tägigen Fastenzeit auf tierische Speisen verzichten, war das Ei zudem ein beliebtes Ostergeschenk. Der Brauch, Eier zu bemalen und zu verzieren, kam erst später auf. In manchen Regionen wurden Eier sogar als Zahlungsmittel verwendet. Nach einer alten Legende soll das Ei sogar mit der Leidensgeschichte Jesu in Verbindung stehen: Angeblich hat Maria Magdalena einen römischen Wachsoldaten mit einem Ei bestochen, um auf diese Weise in das Haus des Pilatus eintreten und am Prozess Jesu teilhaben zu können.