12. April 2019, 10:00

Osterbrunnen

Bild: pixabay
Jedes Jahr zu Ostern werden in vielen bayerischen Ortschaften die Brunnen festlich geschmückt. Seinen Ursprung hat die Tradition des Osterbrunnenschmückens in der Fränkischen Schweiz.

Die Brunnen werden dort mit tausenden bunt bemalten Eierschalen, Blumen, Kränzen und Girlanden geschmückt. Der Ursprung des Brauchtums liegt vor allem in der Bedeutung des Wassers als Leben spendendes Element für die wasserarme Hochebene der Fränkischen Alb. Um der Wasserarmut entgegenzutreten, errichteten die Bewohner damals deshalb Brunnen und Zisternen. Zudem wurde dem Osterwasser eine magische Wirkung nachgesagt. So sollten zum Beispiel Kinder, die mit frisch geweihtem Wasser an Ostern getauft wurden, besonders klug werden. Außerdem sollte das Trinken von Osterwasser vor Krankheiten schützen.

AUSFLUGSTIPP: Oettinger Osterbrunnen

Auch in unserem Landkreis ist der Brauch der Osterbrunnen noch lebendig. So werden in jedem Jahr in Oettingen die Osterbrunnen von zahlreichen Helfern und Brunnen-Paten wieder farbenprächtig dekoriert. Bereits im vorangegangenen Winter wurde der Osterschmuck vorbereitet. Zahlreiche Eier müssen ausgeblasen, gefärbt, bemalt und aufgefädelt werden. Kurz vor Ostern werden dann die Brunnen mit grünen Gebinden und den Ostereiern verziert. Geschmückt werden die Brunnen in der Kernstadt sowie in den Stadtteilen Erlbach, Lehmingen, Nittingen, Breitenlohe und Niederhofen. Bestaunt werden können die Brunnen vom Palmsonntag bis zum Sonntag nach Ostern

> Mehr Infos unter: www.oettingen.de