18. April 2019, 10:00

Osterfeuer und Osterkerze

Bild: pixabay
Das Osterfeuer hat eine lange Tradition und wird Jahr für Jahr in ganz Deutschland sowie in anderen Ländern, in denen das Osterfest gefeiert wird, angezündet. Am Tag des Osterfeuers zündet ein Pastor oder Priester der Kirchengemeinde die Osterkerze am Osterfeuer an, die dann den Gemeindemitgliedern zum Anzünden der eigenen Osterkerzen dient.

Sowohl die Osterkerze als auch das Osterfeuer gelten als ein Symbol für die Wiederauferstehung von Jesus Christus. Aus anderen Quellen weiß man, dass das Osterfeuer auch dazu genutzt wurde, den Winter offiziell zu verabschieden oder auszutreiben und gleichzeitig den Frühling einzuläuten.

Die frühesten Wurzeln hat die Osterkerze im frühen Christentum. Mit zahlreichen Kerzen wurde die Feier des Gottesdienstes in dieser Nacht erhellt. Symbolhaft steht die Osterkerze für den auferstandenen Jesus, der den Tod bezwungen hat. Ihren Ursprung hat die Osterkerze vermutlich im gallisch-norditalienischen Raum. Im Jahr 384 in Piacenza wurde sie in einem Brief von Hieronymus erstmals erwähnt. Seit 417 gebrauchte sie Papst Zosimus nachweislich in Rom. Aus Jerusalem stammt der uralte Brauch, das Licht der Osterkerze an alle Gläubigen weiterzureichen. Seit dem 11. Jahrhundert etablierte sich die Osterkerze auch im deutschen Sprachraum. Heute wird die Osterkerze in der Osternacht am Osterfeuer entzündet und nach der Segnung in die dunkle Kirche getragen, wo die Gemeinde ihre Osterkerzen an ihrem Licht zum Brennen bringen. Mit diesem Brauch soll symbolisiert werden, dass Jesus der Ursprung des Lebens ist und Licht in die Dunkelheit bringt.